Der KEC gewann am Freitagabend in eigener Halle nach Rückstand mit 5:1 (0:1, 4:0, 1:0) und stellten die Halbfinal-Serie in den DEL-Playoffs damit auf 1:1. Spiel 1 hatten die Berliner am Mittwoch noch mit 6:3 für sich entschieden.
In Spiel zwei zeigten sich die Haie aber defensiv deutlich verbessert und offensiv vor allem mit Mitteldrittel eiskalt. Die Berliner Führung durch Yannick Veilleux (15.) drehten die Kölner im zweiten Spielabschnitt durch Patrick Russell (22./29.), Dominik Bokk (30.) und Loius-Marc Aubry (34.) in ein 4:1. Gregor MacLeod setzte in der 44. Minute den Schlusspunkt.
Berlin im ersten Drittel dominant
Wer aber von Beginn an stürmische Haie auf Wiedergutmachungstour erwartet hat, wurde erst einmal enttäuscht. Die Eisbären starteten engagiert und prüften Janne Juvonen im Haie-Tor gleich mehrfach. Der Finne hatte seine überraschend unglückliche Perfomance in Spiel eins aber abgeschüttelt und hielt sicher.
Der KEC spielte dann wenig später auch mit und hatte durch Kapitän Moritz Müller gleich mehrere Hochkaräter, die Jonas Stettmer im Berliner Tor aber entschärfen konnte.
In der 15. Minute machten sich die Haie dann selbst das Leben schwer. Louis-Marc Aubry verpasste es, im eigenen Drittel den Puck zu klären und wurde von Markus Vikingstad und Veilleux in die Zange genommen. Vikinstadt passte auf Veilleux, der Juvonen im kurzen Eck zur überwand.
In der 18. Minute hatte MacLeod noch die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aber auch an Stettmer.
Haie treffen zwei Mal in 22 Sekunden
Die erste Minute des zweiten Drittels mussten die Haie noch in Unterzahl überstehen. Doch dann kam Maximilian Kammerer von der Strafbank und haute den Puck von der linken Seite an die Latte (22.).
Und nur wenige Sekunden später schlug der Puck dann auch im Berliner Tor ein. Russell nahm sich von der blauen Linie ein Herz und die Scheibe fand trotz viel Verkehr vor Stettmer den Weg ins Gehäuse (22.).
Es war ein verdienter Lohn, denn die Haie zeigten im Mitteldrittel eine andere Energie. In der 25. Minute knallte Ryan McInnis den Puck noch an die Latte, doch dann ging es plötzlich ganz schnell. Nachdem Stettmer einen Schuss von Parker Toumie noch parieren konnte, probierte es Russell gleich nochmal und traf unhaltbar ins obere linke Eck zur ersten Kölner Führung in dieser Serie (29.).
Und es dauerte nur 22 Sekunden, da stand es 3:1: Nach einem Puckgewinn in der neutralen Zone lief Bokk gleich zwei Gegenspielern davon und versenkte die Scheibe im kurzen Eck (30.).
Der KEC ging auch danach nicht vom Gaspedal und in der 34. Minute machte Aubry seinen Fehler vor dem 0:1 wieder wett. Sein Handgelenkschuss rutschte Stettmer durch die Beine - 4:1. Eisbären-Coach Serge Aubin reagierte und nahm Stettmer vom Eis. Jake Hildebrand kam zu seinem ersten Playoff-Einsatz.
MacLeod macht den Deckel drauf
Doch auch Hildebrand konnte im Schlussdrittel den nächsten Kölner Treffer nicht verhindern. Nach einem geblockten Schuss der Berliner fuhren die Haie den Konter. Russell legte den Puck von der rechten Seite vor das Tor, wo MacLeod ins linke kurze Eck traf (44.).
Der KEC zog sich daraufhin zurück und ließ die Eisbären kommen. Im Gegensatz zu Spiel eins zeigten sich die Haie in der Defensive aber gefestigt. Und wenn Berlin zu Abschlüssen kam, war Juvonen zur Stelle.
Den negativen Schlusspunkt des Spiels setzte Berlins Torschütze Veilleux drei Minuten vor Schluss, als er Juhani Tyrväinen während einer Spielunterbrechung an der Bande unvermittelt mit dem Stock in den Rücken checkte. Er musste das Eis mit einer Großen Strafe und einer Spieldauer-Disziplinarstrafe verlassen.
Spiel drei steigt am Sonntag (14 Uhr) in Berlin.
Unsere Quellen:
- Spiel Kölner Haie gegen Eisbären Berlin vom 10.04.2026
Sendung: "Kölner Haie gleichen Halbfinalserie gegen Berlin aus", WDR.de, 10.04.2026, 22:08 Uhr