Haie jubeln nach spätem Treffer
Verfügbar bis 15.04.2027.
Dominik Bokk erzielte in der 78. Minute eines das entscheidende Tor zum 4:3-Sieg des KEC (1:1, 2:1, 0:1, 1:0). Frederik Storm (1.) brachte die Haie früh in Führung. Ty Ronning (14.) und Kai Wissmann (21.) drehten das Spiel für Berlin, ehe Tanner Kero (24.) und Frederik Storm (32.) für Köln zurückschlugen. Liam Kirk (52.) glich erneut aus.
Damit feierten die Haie einem enorm wichtigen Sieg in der Best-of-Seven-Serie. Bei einer Niederlage hätte der KEC mit einem 1:3-Rückstand zurück nach Berlin gemusst. Nun steht es nach dem zweiten Heimsieg des KEC 2:2. In Berlin hatten die Kölner bislang beide Spiele verloren.
Blitzstart der Kölner Haie
Erwartungsgemäß hatten sich die Haie etwas vorgenommen - und brachten schon nach nicht einmal einer Minute die Arena das erste Mal zum Beben. Dominik Bokk legte den Puck von der Grundlinie zurück vor das Tor, wo Storm freie Schussbahn hatte und zum frühen 1:0 traf.
Die Eisbären waren im Anschluss zwar das aktiviere Team, gefährlicher war aber das Umschaltspiel der Haie. Berlin Goalie JakeHildebrand stand einem zweiten Haie-Treffer aber ein ums andere Mal im Weg.
Offensiv kam von den Gästen dagegen wenig, doch dann nutzen die Eisbären ihr erstes Powerplay von Ausgleich. Ronning brachte sich auf der halbrechten Seite selbst in Position und traf über die Fanghand vom KEC-Goalie Janne Juvonen ins Tor (14.). Köln hatte danach weitere gute Chancen, Hildebrand verhinderte jedoch weitere Treffer im ersten Drittel.
Berlin trifft früh, Köln schlägt zurück
Im Mitteldrittel dauerte es dagegen wieder nur 20 Sekunden bis zum nächsten Tor - das fiel aber für Berlin. Ronnin eroberte die Scheibe im Kölner Aufbau. Wissmann nutzte die fehlende Ordnung in der Kölner Defensive, schaute sich Jovonen aus und traf unhaltbar ins linke Eck (21.).
Die Haie ließen sich durch den Rückstand aber nicht von ihrem Matchplan abbringen, blieben aggressiv im Forechecking und kamen nur wenige Minuten später zurück ins Spiel. Nach einem Puckgewinn in der neutralen Zone gingen Gregor MacLeod und Kero im Zwei-gegen-Eins auf das Berliner Tor zur. MacLeod bediente Kero genau im richtigen Moment und es stand 2:2 (24.).
Es blieb im Anschluss ein rasantes Spiel auf extrem hohem Niveau, in dem beide Teams offensiv ihre Phasen hatten. Die Haie überstanden starke Berliner Minuten aber unbeschadet und ging nach 32 Minuten erneut in Führung: Der KEC drückte die Eisbären ins eigene Drittel, Storm bediente Bokk im Slot, der direkt abzog und durch die Beine von Hildebrand traf.
Noch schlimmer für die Berliner: Hildebrand verletzte sich bei seinem Rettungsversuch so schwer, dass er von zwei Betreuern gestützt das Eis verlassen musste. Jonas Stettmer ersetzte ihn.
Auch in Schlussminuten des Mitteldrittels nahm sich das Spiel keine Pause, es ging weiter hin und her. Sowohl Stettmer als auch Juvonen zeigten sich jedoch hellwach und verhinderten weitere Tore vor dem Schlussdrittel.
Juvonen verhindert den Ausgleich
Drittel Nummer drei begann mit stürmischen Berlinern. Juvonen im Kölner Tor musste in den ersten Minuten gleich zwei Mal den Ausgleich verhindern. In der 43. Minute hatte der Finne ein wenig Glück, als ihm ein Schuss von Adam Smith wieder aus der Fanghand fiel, der Puck dann aber knapp am Pfosten vorbeiging.
Doch auch die Haie blieben gefährlich - natürlich über Konter. In der 50. Minute lief MacLeod im Umschaltspielallein auf Stettmer zu, zog aber den kürzeren.
Kurze Zeit später gerieten die Haie dann das erste Mal seit dem ersten Drittel wieder in Unterzahl. Und genau wie im ersten Drittel nutzten die Eisbären das eiskalt aus. Es dauerte im Powerplay nur 17 Sekunden bis Kirk auf 3:3 stellte (52.).
Vier Minuten vor dem Ende hatten auch die Haie wieder Überzahl, ließen ihre Powerplay-Stärke aus der Hauptrunde aber in den Playoffs weiter vermissen. Und in der Schlussminute wackelte der KEC noch einmal gewaltig, denn plötzlich lag der Puck vor dem Kölner Tor, doch kein Berliner konnte ihn letztlich über die Linie drücken. So musste die Verlängerung für die Entscheidung sorgen.
Bokk entscheidet das Spiel
Beide Teams hielten in der Overtime das Tempo hoch. Die Haie blieben aggressiv im Forecheck und hatten nach 63 Minuten die große Chance zum Sieg, doch Kapitän Moritz Müller versprang die Scheibe im letzten Moment. Das Spiel machte aber überwiegend die Eisbären. Nach 69 Minuten hatte Leo Pförderl freie Schussbahn, doch Juvonen fuhr im letzten Moment den Schoner aus.
Das Spiel stand auf Messers Schneide, denn auf beiden Seiten hätte jederzeit der entscheidende Treffer fallen können. Nach 71 Minuten verfehlte Kirk den rechten Winkel aus kurzer Distanz nur knapp.
Die Eisbären setzten sich in der Schlussphase der Verlängerung immer wieder im Kölner Drittel fest. Der KEC schaffte es jedoch, immer wieder für Entlastung zu sorgen. So wie in der 78. Spielminute, doch Maxi Kammerer und Valteri Kemiläinen scheiterten zunächst an Stettmer. Doch die Haie blieben dran und hatten wenige Sekunden später den goldenen Moment: Bokk nahm sich von der blauen Linie ein Herz und knallte den Puck zur Entscheidung ins Berliner Tor und stellte die Serie damit auf 2:2. Es war sein dritter Scorerpunkt in diesem Spiel.
Spiel fünf findet am kommenden Freitag (19.30 Uhr) in Berlin statt.
Unsere Quellen:
- Spiel Kölner Haie gegen Eisbären Berlin vom 15.04.2026
Sendung: "Haie jubeln nach spätem Treffer", WDR.de, 15.04.2026, 23:26 Uhr