Nach der 2:5 (0:0, 1:2, 1:3)-Niederlage in Berlin am Freitagabend müssen die Haie das sechste Spiel der "Best of seven"-Serie am Montag (19.30 Uhr) in Köln gewinnen, um ein entscheidendes siebtes Spiel zu erzwingen. Im möglichen siebten Spiel hätte Köln Heimrecht. Im Finale warten die Adler Mannheim, die am Freitag ihre Serie gegen den EHC München mit 4:1 für sich entschieden.
"Wir haben es nicht geschafft, die Tore in den entscheidenden Momenten zu machen und haben noch ein paar Geschenke verteilt", sagte Kölns Kapitän Moritz Müller nach der Partie bei "MagentaSport". "Insgesamt war es nicht genug, um uns hier durchzusetzen. Wir müssen jetzt einfach zu Hause gewinnen".
Adam Smith (25.), Manuel Wiederer (27.), Jonas Müller (43.) und zwei "Empty Netter" von Liam Kirk (59.) und Marcel Noebels (60.) bescherten den Berlinern vor 14.200 Zuschauern fünf Treffer, für Köln hatten Dominik Bokk (32.) und Gregor MacLeod (54.) jeweils zwischenzeitlich verkürzt.
Partie auf Augenhöhe im ersten Abschnitt
In einer temporeichen Anfangsphase mit Abschlüssen auf beiden Seiten spielte Berlins Frederik Tiffels aus dem Bullykreis einen perfekten Pass in den Slot zu Jean-Sebastien Dea (3.), der die Scheibe nicht richtig traf. Die Berliner blieben zunächst am Drücker und kamen mehrfach gefährlich vor das Haie-Tor, konnten Kölns souveränen Keeper Janne Juvonen aber nicht überwinden.
Die erste Unterzahl nach einer Strafe gegen Oliwer Kaski (8.) überstanden die Gäste schadlos und hatten eine gute Chance durch Kapitän Müller (9.), der aus kurzer Distanz am rechten Schoner von Eisbären-Torhüter Jonas Stettmer scheiterte. Mit hoher Geschwindigkeit ging es auf dem Eis hin und her. Bei einem Konter über den linken Flügel legte Kölns Dominik Bokk den Puck am Bullykreis für Louis-Marc Aubry (18.) ab, der noch kurz nach innen zog und mit einem Versuch auf das kurze Eck an Stettmer hängen blieb.
Berlin trifft und erhöht in Unterzahl
Im zweiten Drittel gehörte die Anfangsphase den Kölnern, ehe die Haie-Defensive sich eine Unaufmerksamkeit leistete und Berlin mit 1:0 in Führung ging: Smith (25.) fuhr völlig unbedrängt durch die Mitte in die gegnerische Zone und setzte die Scheibe aus dem hohen Slot heraus präzise an den linken Innenpfosten. In Unterzahl konnten die Hausherren eine Minute und 20 Sekunden später erhöhen. Wiederer (27.) zog aus halbrechter Position in die Mitte und legte den Puck mit der Rückhand links an Haie-Keeper Juvonen vorbei.
Köln konnte durch Bokk auf 1:2 verkürzen: Der hinter dem Berliner Tor postierte Aubry bediente Bokk (32.), der aus kurzer Distanz cool blieb und die Scheibe rechts an Stettmer vorbeilegte. Nach dem Anschlusstreffer wirkte Köln wieder wacher und drückte phasenweise auf den Ausgleich, doch Stettmer parierte immer wieder glänzend.
Eisbären schlagen eiskalt zu
Im Schlussabschnitt erhielt Köln aber früh ein kalte Dusche. Berlins Müller (43.) bekam die Scheibe auf der linken Seite, skatete hinten um das Kölner Tor herum und schoss den Puck dann von der rechten Seite des Tores ins linke Kreuzeck zum 3:1.
Die Haien arbeiteten weiter an ihrem zweiten Treffer, allerdings fehlte ihnen etwas der Schwung aus den ersten beiden Dritteln. Dominik Uher (45.), Müller (48.) und Veli-Matti Vittasmäki (49.) versuchten es erfolglos aus der Distanz. Nach sechs Sekunden in Überzahl gelang den Haien der erneute Anschlusstreffer. Nach einem Bully kam MacLoed (54.) mit etwas Glück an die Scheibe und zog sofort ab, Stettmer rutschte der Puck durch.
In der 58. Minute nahm Köln Torwart Juvonen zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis - und kassierte 20 Sekunden später den vierten Gegentreffer. Nach einem Scheibengewinn kam das Spielgerät über Andreas Eder zu Kirk (59.), der ins leere Tor traf. Den Schlusspunkt setzte Noebels (60.) mit einem weiteren Empty-Net-Treffer, ehe Kölns Aubry und Robin van Calster wegen unsportlichen Verhaltens jeweils noch eine Disziplinarstrafe kassierten.
Unsere Quellen:
- Spiel zwischen den Eisbären Berlin und den Kölner Haien am 17.04.2026
Sendung: WDR.de, "Berlin gewinnt Spiel fünf gegen Köln", 17.04.2026, 22:17 Uhr