Die Kölner Haie haben am Dienstag mit 1:4 gegen die Löwen Frankfurt verloren. Es ist das Ende einer beeindruckenden Serie, denn die Rheinländer hatten zuvor 16 mal in Folge gewonnen. Die Niederlage ist vielleicht ein wenig zu hoch ausgefallen, unverdient war sie aber nicht.
Denn schon der Start in die Partie gehörte den Löwen. Sie standen defensiv gut und ließen den Haien kaum Platz zum Angreifen. Auch nach vorne spielten die Gäste mutig. In der 4. Minute konnte Janne Juvonen einen Frankfurter Schuss nur blocken, doch Jan Luca Sennhenn schlug den Puck aus der Gefahrenzone.
Juvonen rettet gegen mutige Löwen
Kurz darauf stand der Haie-Goalie erneut im Mittelpunkt - diesmal hielt er gegen Jakob Lilja sein Tor sauber. Die Haie zeigten im ersten Drittel ungewohnt viele Fehler im Aufbauspiel: Nach 12 Minuten hätte Daniel Pfaffengut daraus fast Profit geschlagen, doch Juvonen reagierte erneut gut und bekam die Fanghand noch vor den Puck.
Nach 16 Minuten prüfte Dominik Bokk dann auch mal den Frankfurter Goalie. Cody Brenner war jedoch mit dem Schienbeinschoner zur Stelle. Insgesamt war es ein Drittel ohne echte Großchancen - das änderte sich auch nicht, als Kölns Bokk wegen Beinstellens die erste Zwei-Minuten-Strafe der Partie sah. Folgerichtig ging es torlos in die erste Pause.
Das zweite Drittel startete gleich mit einem Powerplay für die Haie. Michael Joyaux musste wegen Hakens für zwei Minuten runter. Doch auch von dem gefürchteten Überzahlspiel der Kölner war an diesem Tag nicht viel zu sehen. So verpuffte auch die erste Strafe gegen Frankfurt, ohne dass ein Tor raussprang.
In der Folge plätscherte das Spiel in der mit 18.600 Zuschauern wieder einmal ausverkauften Kölner Arena ein wenig dahin. Frankfurt war dem ersten Tor etwas näher, bekam die Scheibe aber nicht am starken Juvonen vorbei.
Frankfurt hat die Chancen, Köln trifft
Kölns Gregor MacLeod bejubelt seinen Treffer
Doch während sowohl die Anzahl der Torschüsse als auch die Zweikampfquote für Frankfurt sprachen, zeigten sich die Haie einmal mehr gnadenlos effizient. Nach 33 Minuten war es Gregor MacLeod, der den Bann für die Kölner brach. Brenner sah da nicht besonders glücklich aus.
Nach dem Tor spielten die Kölner wie befreit. Frederik Storm hätte kurz darauf fast das 2:0 nachgelegt, scheiterte jedoch am Innenpfosten. Eine Strafe gegen Maksim Matushkin wegen Haltens ermöglichte den Hausherren weitere gute Möglichkeiten, etwa durch Nate Schnarr oder Bokk, letztlich überstanden die Hessen aber auch das zweite Kölner Powerplay schadlos. Nach vorne ging bei ihnen jetzt allerdings nur noch wenig.
Löwen drehen das Spiel - Kölns Serie beendet
Das änderte sich zu Beginn des dritten Drittels. Es waren gerade zwei Minuten gespielt, da glichen die Löwen zum 1:1 aus. Letztlich war es Tommy Pasanen, der den Puck durch die Beine von Juvonen über die Linie stocherte. Und Frankfurt setzte nach, hatte durch Chris Wilkie eine weitere gute Chance. Gegen den Stürmer war Juvonen aber ebenso auf dem Posten wie anschließend in Unterzahl.
Auf der anderen Seite hatte MacLeod die erneute Kölner Führung auf der Kelle, scheiterte jedoch an Brenner. So richtig in Fahrt kamen die Haie aber nie. Es blieb bei vereinzelten Offensivaktionen, nach hinten war Köln ungewohnt anfällig. Das nutzte Frankfurt in der 54. Minute gnadenlos aus. Nathan Burns traf zum 2:1 für den Tabellenvorletzten, der gut drei Minuten vor Schluss noch ein Kölner Powerplay überstehen musste.
Die Haie drängten und feuerten nun aus allen Lagen - doch diesmal sollte es einfach nicht sein. In der letzten Minute machten Matthew Wedman und Pasanen mit ihren Treffern ins verwaiste Tor endgültig den Sack zu. Die Kölner Rekordserie ist gerissen. Die Löwen Frankfurt haben dem KEC nach 16 Siegen wieder eine Niederlage zugefügt.
Erst Olympia, dann Dresden
Die DEL macht jetzt erstmal Pause. In den kommenden Wochen heißt es Olympia statt heimischer Liga. Auch vier Haie-Profis sind bei den Winterspielen dabei: Moritz Müller und Parker Tuomie stehen beide im Kader der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Patrick Russell und Frederik Storm wurden für Dänemark nominiert.
In der DEL geht es für die Kölner dann am 25. Februar weiter. Um 19.30 Uhr ist Bully für das Heimspiel gegen das Schlusslicht Dresdner Eislöwen.
Unsere Quellen:
- DEL-Spiel Kölner Haie gegen Löwen Frankfurt am 27.01.2026 (Live-Übertragung bei MagentaSport)
- Homepage der Kölner Haie
Sendung: WDR.de, "Siegesserie gerissen - Köln verliert gegen Frankfurt 1:4", 27.01.2026, 22:50 Uhr