Juhani Tyrväinen und Ryan Macinnis jubeln

Kantersieg für die Kölner Haie - Dresden sportlich abgestiegen

Stand:

Das Spiel Erster gegen Letzter geht klar an den Favoriten aus Köln. Die Haie besiegeln damit auch Dresdens sportlichen Abstieg.

Von Cora Lanzerath

Beim Re-Start nach der Olympiapause hatten die Kölner Haie als souveräner Tabellenführer das abgeschlagene Schlusslicht aus Dresden zu Gast. Die Partie endete, wie es die Vorzeichen erwarten ließen: Mit einem Kölner Kantersieg. 7:2 (2:0, 5:1, 0:1) hieß es am Ende aus Sicht des Spitzenreiters. Da gleichzeitig auch die Löwen Frankfurt ihr Spiel gegen Bremerhaven gewannen, steht Dresden bereits sieben Spieltage vor Ende der Hauptrunde als sportlicher Absteiger fest.

Das erste Drittel war noch relativ ausgeglichen und begann gleich mit einer ersten Chance für die Gäste. Austin Ortega legte die Scheibe scharf an den zweiten Pfosten, wo Trevor Parkes den Puck aber knapp verpasste.

Danach übernahmen die Haie zwar das Kommando, so richtig gefährlich wurde es aber zunächst nicht. Erst verpasste Dominik Bokk den Puck knapp, beim Versuch von Robin van Calster war der Dresdner Goalie zur Stelle. Nach sechs Minuten waren die Haie erstmals in Unterzahl. Zwar setzten sich die Gäste im letzten Drittel fest, brachten die Scheibe aber nicht über die Linie.

Dresden bemüht, Köln eiskalt

Und genau da zeigte sich der große Unterschied beider Mannschaften: Die Haie sind in dieser Saison einfach gnadenlos effizient. Mit ihrer erst zweiten guten Chance ging der Tabellenführer nach neun Minuten auch gleich in Führung: Tanner Kero fälschte den Schuss von Brady Austin noch leicht ab und lenkte ihn so zum 1:0 in die Maschen.

Oliwer Kaski sorgte mit einem Schlagschuss aus dem Zentrum erneut für Gefahr, letztlich trudelte die Scheibe aber knapp am Tor vorbei. Den Dresdnern war die Verunsicherung aus zuletzt acht Niederlagen in Folge jetzt mehr und mehr anzumerken, auch wenn man ihnen kämpferisch keinen Vorwurf machen konnte. Doch Köln hatte einfach auch das Glück des Tüchtigen. Ryan MacInnis traf in Unterzahl zum 2:0 - mit diesem Ergebnis ging es auch in die erste Drittelpause.

Haie-Sieg bedeutet Dresdens sportlichen Abstieg

NRW-Sport 25.02.2026 01:08 Min. Verfügbar bis 25.02.2028 WDR Online

Geburtstagskind Schnarr mit Doppelpack

Im zweiten Abschnitt machten die Haie gleich wieder Druck - und wurden dafür doppelt belohnt. Nach 24 Minuten schob Kero den Puck an Juho Olkinuora vorbei ins Tor, nur eine Minute später beschenkte sich Nate Schnarr mit seinem Tor selbst zum 27. Geburtstag. Zwar ist ein 4:0 im Eishockey durchaus noch aufzuholen, doch viel sprach zu diesem Zeitpunkt nicht für die Dresdner.

Die Eislöwen verstärkten nochmal ihre Offensivbemühungen, doch Janne Juvonen erwies sich gleich mehrfach als sicherer Rückhalt. Immer wieder konnte sich der Kölner Schlussmann im Eins-gegen-Eins durchsetzen. Nach 29 Minuten bekamen dann auch die Haie ihr erstes Powerplay, machten daraus jedoch ungewohnt wenig.

In der 33. Minute fiel dann der erste Treffer für die Gäste: Der Schuss von Ricardo Hendreschke rutschte Juvonen zum 1:4 durch. Doch die Freude bei Dresden wehrte nicht lange. Noch vor der Sirene stellte erst Louis-Marc Aubry in Überzahl den alten Abstand wieder her, Patrick Russell und erneut Schnarr schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Dresden lief jetzt nur noch hinterher und konnte nur hoffen, dass Frankfurt im Parallelspiel nicht auch noch gewinnt.

Schützenhilfe bleibt aus - Dresden sportlich abgestiegen

Das letzte Drittel startete mit einem weiteren Treffer für die Eislöwen: Trevor Parkes verkürzte auf 2:7. Doch das schockte die Haie wenig. In der Folge verhinderte allein das Aluminium bei den Versuchen von van Calster und Frederik Storm ein achtes Kölner Tor.

Der Spitzenreiter lief auch in der Folge weiter an, die Sachsen konnten sich kaum noch befreien. Letztlich überstanden die Dresdner das letzte Drittel aber ohne Gegentor - genutzt hat es ihnen nichts. in Köln war die Partie längst entschieden und auch die Bremerhavener leisteten keine Schützenhilfe. Sie verloren mit 1:4 in Frankfurt, wodurch Dresden als sportlicher Absteiger feststeht. In Köln dagegen ist die Eishockeywelt trotz der jüngst gerissenen Rekordserie mehr als in Ordnung.

Weiter geht es für die Kölner Haie bereits am Freitag. Dann kommt der ERC Ingolstadt in die heimische Arena. Bully ist um 19.30 Uhr.

Unsere Quelle:

  • DEL-Spiel Kölner Haie gegen Löwen Frankfurt am 25.02.2026 (Live-Übertragung bei MagentaSport)

Sendung: WDR.de, "Haie-Sieg bedeutet Dresdens sportlichen Abstieg", 25.02.2026, 21:58 Uhr

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