Robin van Calster vom KEC im Duell mit Tyson Spink von Schwenningen

Effiziente Haie holen den dritten Sieg gegen Schwenningen

Stand:

Die Kölner Haie haben auch das dritte Spiel im DEL-Viertelfinale mit 4:2 (1:1, 0:0, 3:1) bei den Schwenniger Wild Wings gewonnen. In der Serie des Viertelfinales der Playoffs steht es damit jetzt 3:0, dem KEC fehlt nur noch ein Sieg zum Weiterkommen ins Halbfinale.

Von Michael Buchartz

In der Schwenninger Arena eröffnete Kyle Platzer (1.) die Partie mit der Führung für Schwenningen, Dominik Bokk (5.) glich für den KEC aus. Brady Austin (45.) und Tanner Kero (46) trafen erneut für Köln. Tyson Spink (49.) brachte die Wild Wings nochmal heran, ehe Maximilian Kammerer (60.) den Endstand herstellte.

Frühe Tore auf beiden Seiten

Keine 60 Sekunden waren gespielt, da ging Schwenningen bereits in Führung. Platzer nutzte einen Abpraller des bisher in der Serie so starken KEC-Torwarts Janne Juvonen zur Führung. Die Haie schüttelten sich kurz und schlugen drei Minuten später zurück: Einen schönen Spielzug über Parker Tuomie und Louis-Marc Aubry vollendete der völlig freie Bokk zum Ausgleich.

Die WIld Wings wirkten zwar etwas aktiver, aber plötzlich hatte Patrick Russell für Köln die große Chance - Torwart Joacim Eriksson zeigte sich hellwach. In der zweiten Kölner Überzahl brachten die Gäste viele Schüsse zum Tor, doch die Wild Wings warfen sich entweder dazwischen oder Köln verfehlte das Tor knapp.

Juvonen mit starken Paraden

Kurz vor dem Drittelende geriet der KEC in Unterzahl - und Juvonen zeigte gleich mehrfach, warum er als DEL-Spieler des Jahres ausgezeichnet wurde. Der Finne rettete das Remis damit in die erste Drittelpause. Der zweite Spielabschnitt startete verhalten. Große Chancen ergaben sich kaum, weil beide Defensivreihen gewissenhaft alle Angriffversuche verteidigten - die beste Gelegenheit vergab Platzer gegen den KEC-Torwart (25.).

Die Chance wirkte wie ein Weckruf für den KEC, denn der baute anschließend Druck auf: Erst standen bei einer Großchance von Frederik Storm der Pfosten und Schwenningens Niklas Hübner im Weg, danach parierte Eriksson gegen Aubry (28.). Nach dieser Drangphase nahm sich das Spiel die nächste mehrminütige Auszeit - viel Kampf, wenig Torgefahr war angesagt.

Doppelschlag des KEC schockt Wild Wings

Fünf Minuten vor dem Ende des Drittels wurde Schwenningen durch Boaz Bassen und Alexander Karachun wieder gefährlich. Auf der Gegenseite parierte Eriksson gegen den frei vor ihm auftauchenden Bokk herausragend (37.), fast im Gegenzug konnte Platzer seinen Freiraum genauso wenig nutzen. Sieben Sekunfen vor der Pause wackelte aus spitzem Winkel der rechte Pfosten des KEC-Tores - aber Tore gab es nicht.

Im Schlussabschnitt agierten die Gäste zum Start aktiver, große Chancen erspielten sich die Haie nicht. Stattdessen probierte es der KEC häufig mit dem Abschluss von der blauen Linie, diese flogen meist am Tor vorbei oder landeten bei Eriksson. Innerhalb von 60 Sekunden sorgte der Hauptrundensieger für eine vermeintliche Vorentscheidung: Erst fand Austin die Lücke von halblinks, nur kurze Zeit später zog Kero aus dem Zentrum ab und schoss oben rechs ein.

Haie entscheiden Drama für sich

Doch mitnichten: Schwenningen bekam einen Penalty zugesprochen, den verwandelte Spink sicher. Die Partie war wieder völlig offen. Das lange Zeit umkämpfte und highlightarme Spiel nahm nun richtig Tempo auf: Die Wild Wings prüften immer wieder Juvonen, der KEC war bei schnellen Kontern wie durch Nate Schnarr (52.) ebenfalls gefährlich.

Haie siegen auch in Spiel drei gegen Schwenningen

NRW-Sport 29.03.2026 00:54 Min. Verfügbar bis 28.03.2028 WDR Online

Die Schlussphase verlief dramatisch: Die Wild Wings brachten sich durch zu viele Spieler auf dem Eis drei Minuten vor Schluss unnötigerweise in Unterzahl. Doch Köln stellte sich ebenfalls nicht clever an und kassierte 120 Sekunden vor dem Ende eine Strafe. Die Wild Wings nahmen den Torhüter vom Eis, spielten zum Schluss mit sechs gegen vier - aber Juvonen rettete herausragend. Dann eroberte Kammerer in doppelter Unterzahl die Scheibe und schob zum Endstand ein.

Köln nun mit Heimrecht

Mit dem dritten Sieg in der Serie lebt die Hoffnung auf den ersten Meistertitel der Haie seit 2002 weiter auf: Im vierten Spiel haben die Kölner am Dienstag (31.03.2026) um 19.30 Uhr wieder Heimrecht und könnten vor den eigenen Fans den Halbfinal-Einzug perfekt machen.

Unsere Quellen:

  • Livespiel bei Magenta: Schwenninger Wild Wings - Kölner Haie

Sendung: wdr.de, "Haie siegen auch in Spiel drei gegen Schwenningen" 29.03.2025 17.55 Uhr

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