In diesem Zeitzeichen erzählt Ralph Erdenberger:
- wie ein katholischer Priester die Urknall-Theorie entwickelt und damit die Kosmologie revolutioniert,
- warum Lemaître Wissenschaft und Religion strikt trennt - trotz seiner doppelten Berufung,
- weshalb seine Idee zunächst übersehen wird, während andere Forscher berühmt werden,
- wie die Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung ihm posthum recht gibt,
- warum der "Anfang von allem" bis heute ein ungelöstes Rätsel bleibt.
Ein Universum, das sich ausdehnt, Galaxien, die auseinanderdriften, und ein Anfangspunkt, in dem alles enthalten ist: Georges Lemaître denkt das Weltall radikal neu. Als Priester und Physiker verfolgt er zwei Wege zur Wahrheit, ohne sie zu vermischen. Seine Theorie vom "Uratom" legt den Grundstein für das, was später Urknall genannt wird.
Doch die Anerkennung kommt spät. Während andere Forscher Ruhm ernten, bleibt Lemaître lange im Schatten. Selbst als die Kirche seine Ideen als Beweis für Gott deuten will, widerspricht er entschieden. Für ihn bleibt der Glaube unabhängig von der Wissenschaft. Am Ende bestätigt ein kosmisches Echo seine Theorie. Doch die größte Frage bleibt offen: Was geschah vor dem Anfang?
Das ist unsere wichtigste Interviewpartnerin:
- Dr. Susanne Hüttemeister (Astrophysikerin und Leiterin Planetarium Bochum)
Weiterführende Links:
- Zeitzeichen 17.07.1894: Geburtstag von Georges Lemaître
- Zeitzeichen 23.11.1951: Papst Pius XII.: Urknall ist Schöpfung
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Ralph Erdenberger
Redaktion: Carolin Rückl, Sefa Inci Suvak