Jüdische Gemeinden in Ost und West: Fusion voller Spannungen
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Die Wiedervereinigung brachte nicht nur die Fusion jüdischer Gemeinden in Ost- und Westdeutschland - es wanderten auch Hunderttausende Juden aus der Sowjetunion zu. Für viele jüdische Gemeinden in Deutschland war das die Rettung. Doch Konflikte gibt es bis heute.
Fast wären jüdische Gemeinden verschwunden
Es sah gar nicht gut aus: Ende der 1980er-Jahre drohten die jüdischen Gemeinden in Deutschland zu verschwinden. Die Gemeinden waren überaltert. Besonders im Osten war die Mitgliederzahl gering. Doch auch im Westen drohte vielen Gemeinden langfristig das Aus. Dann fiel der Eiserne Vorhang - und die Religionsgemeinschaft in Ost und West wurde ab 1990 wiedervereinigt.
Eine konfliktreiche Vereinigung
Eine Fusion auch voller Spannungen: Denn unterschiedliche politische Prägungen, Stasi-Debatten und eine große Zuwanderungswelle sorgten für allerhand Herausforderungen und Turbulenzen. In Folge des Einigungsvertrages konnten viele Tausende Juden aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland einwandern. Ihre Zuwanderung verhinderte das Ausbluten der jüdischen Gemeinden. Die Juden aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion prägen das Gesicht der jüdischen Gemeinden bis heute.
Autor: Jens Rosbach
Eine Produktion des NDR
Redaktion im WDR: Gerald Beyrodt
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