Rollstuhl steht auf einem Treppenabsatz

Glaube barrierefrei: Behinderung als religiöse Herausforderung

Stand:

Dass Jesus sich für die Kranken und Schwachen stark machte, mag Menschen mit Behinderung trösten, aber es reicht ihnen nicht mehr. Denn sie wollen mehr als nur eine Rollstuhlrampe an der Kirchentür.

Wunderheilung und Fürsorge

Von Jesus erzählen die Evangelisten, dass Blinde, Stumme oder Gelähmte zu ihm gebracht wurden, die auf Heilung hofften. Wenn nicht im Jetzt, dann im Jenseits. Lange Zeit hatte Religion für behinderte Menschen neben Geschichten von Wunderheilungen dank göttlicher Macht vor allem fürsorgliche Zuwendung anzubieten.

Inklusion bis zum Altar

Das genügt Menschen mit Behinderung heute nicht mehr. Sie fordern echte Barrierefreiheit in Glauben und Religion und die nicht nur bis zur hintersten Kirchenbank, sondern ganz nach vorne bis zu Altar und Kanzel. Aber ein wirklich inklusiver Glaube ist mehr als eine Rollstuhlrampe – er ist auch eine Herausforderung ans Gottesbild. Was bedeutet der biblische Satz "Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde" angesichts von Behinderung?

Autorin: Kirsten Dietrich

Eine Produktion des rbb

Redaktion im WDR: Christina-Maria Purkert

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