Frieden schaffen mit Waffen? Gesucht: eine neue Friedensbewegung
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Seit der russischen Invasion der Ukraine hat die Friedensbewegung an Boden verloren. Angesichts rücksichtsloser Aggression scheint Pazifismus keine Lösung. Die evangelische Kirche ringt mit sich - und sucht neue Wege zum Frieden.
Ratlosigkeit und Unbehagen
Seit Russland die Ukraine überfallen hat, suchen nicht nur Deutschland oder Europa eine neue Haltung zu Krieg und Frieden und Verteidigung. Lange gültige Glaubenssätze von Pazifismus und Gewaltverzicht wirken plötzlich überholt und unrealistisch. Die christliche Ethik beobachtet mit Ratlosigkeit oder Unbehagen eine neue Aufrüstung, die Friedensbewegung wirkt wie erstarrt. Die evangelische Militärseelsorge prescht derweil vor mit einem "Geistlichen Operationsplan" für den Kriegsfall.
Ringen um eine Position
Ein Team um den Münchner Theologen Reiner Anselm steht vor der Herausforderung, die widersprüchlichen Positionen zusammenzuführen: Eine neue EKD-Denkschrift zum Frieden soll her. Die evangelische Kirche in Deutschland will weiter etwas zu sagen haben zu den großen Fragen von Krieg und Frieden. Nur: Was ist es?
Autor: Jasper Riemann
Eine Produktion des BR
Redaktion im WDR: Christina-Maria Purkert
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