In der Klärgrube verscharrt
Katholische Nonnen haben zwischen 1925 und 1961 in der irischen Stadt Tuam bis zu 800 Kleinkinder in Klärgruben eines Mutter-Kind-Heims vergraben, wie 2014 bekannt wurde. Die meisten der unehelich geborenen Kinder waren infolge von Vernachlässigung gestorben. Andere Kinder wurden den Müttern, die als "gefallene Mädchen" galten, weggenommen und zur Adoption nach Amerika freigegeben.
Aufarbeitung mit Hindernissen
Eine staatliche Kommission hat das Geschehen in Tuam und anderen kirchlichen Heimen untersucht. Sie legte 2021 einen Bericht vor, der - so Angehörige - viel verschweigt. Inzwischen haben sich Irlands Regierung und der in Tuam verantwortliche Orden entschuldigt und Wiedergutmachung versprochen. Nun werden die Leichen exhumiert und identifiziert. Die Angehörigen erhoffen sich nun zumindest Gewissheit und eine würdige Bestattung.
Autor: Thomas Kruchem
Redaktion: Christina-Maria Purkert
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