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Trailer zum Kinofilm "The Death of Robin Hood"

02:19 Min. Verfügbar bis 09.07.2026

The Death of Robin Hood

Stand:

Das atmosphärisch starke Historiendrama ist eine düstere Variante der Robin-Hood-Geschichte, die Legendenbildung hinterfragt.

Von Andrea Burtz

The Death of Robin Hood

WDR 2 Kino 18.06.2026 02:59 Min. Verfügbar bis 17.06.2028 WDR 2


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Darum geht's

Robin Hood hat sich als alter Mann mit zotteliger grauer Mähne in die britischen Berge zurückgezogen. Das Leben hat tiefe Furchen in seinem Gesicht hinterlassen. Sein alter Freund Little John überredet ihn noch mal zu einer blutigen Schlacht.

Erst in einem Kloster auf einer abgelegenen Insel kommt Robin Hood schwer verletzt wieder zu sich und blickt auf seine wahre Identität zurück: Ein gewaltsames Leben als Mörder und Bandit.

Die Legenden, die über ihn kursieren, hat er selbst erfunden. Nichts von alldem ist wahr. In den Monaten der Heilung sucht Robin Hood nach Erlösung.

Darum geht's wirklich

"The Death of Robin Hood" ist eine düstere Variante der Robin-Hood-Geschichte. Der angebliche "Retter der Armen", der von Reichen nimmt, um an Mittellose zu geben, wird hier von seinem Heldensockel gestürzt.

Die spielen mit

Hugh Jackman ist Robin Hood, Bill Skarsgård spielt seinen Freund Little John, Jodie Comer verkörpert Schwester Brigid.

Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz

Robin Hood ist im Film von Michael Sarnoski ("Pig", "A quiet place, Tag 1") ein gealterter Bandit, der sich nicht mehr an all seine Opfer erinnern kann. Mit der Legende des Helden, der von Reichen nimmt, um es Armen zu geben, hat dieser wortkarge Mörder aus dem 12. Jahrhundert nichts gemein.

Er gibt zu, dass die heroischen Geschichten über Robin Hood von ihm selbst stammen, sein poetisches Talent wird an mehreren Stellen angedeutet. Doch von all den schönen Geschichten sei eben keine wahr.

Robin Hood ist ein eiskalter Kämpfer, der auch vor Kindern nicht Halt macht. So malerisch Sarnoski die bergige Landschaft im Morgennebel zeigt, so blutig-realistisch inszeniert er Auseinandersetzungen: Menschen ächzen und würgen im Schlamm, Kinder verteidigen ihr junges Leben.

Nach dem Überfall auf eine Familie im Namen von Little John erwacht Robin Hood schwer verletzt auf einer abgelegenen, friedvollen Insel. Die große Wende im Film. Hier besinnt er sich auf sein Leben und sucht nach Vergebung, ohne sich zu offenbaren.

Hugh Jackman ist für die Rolle des gebrochenen Mannes eine tolle Besetzung. Die blutige Vision des Spätmittelalters, in dem Menschen ständig frieren, hungern und dem Recht des Stärkeren ausgesetzt sind, verlangt dem Zuschauer allerdings besonders zu Beginn einiges ab – der Film ist zu Recht erst ab 16 Jahren freigegeben.

Das atmosphärisch starke Drama stellt Legendenbildung auf den Prüfstand und führt nachhaltig vor Augen, wie wenig belastbar eigene Erinnerungen sind.

Die Bewertung auf einen Blick

Vier von fünf Sternen

Drama, USA 2026

Regie: Michael Sarnoski

Länge: 122 Minuten

Ab 16 Jahren

Kinostart: 18.06.2026

Sendung: WDR 2 Der Nachmittag, 18.06.2026, ab 15:05 Uhr 

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