Darum geht's
Mit Menschen tut sich Schäfer George schwer, doch für seine Schafherde macht er alles. Jedes Tier hat einen Namen, jeden Abend liest George seinen wolligen Freunden aus einem Krimi vor – bei dem sie ihn dumpf anglotzen. Doch die Schafe verstehen ihn, sind regelrecht süchtig nach Krimis und unterhalten sich ständig über die Lektüre. Als George eines Tages tot aufgefunden wird, ist für seine Schafe klar: Den Fall übernehmen wir.
Darum geht's wirklich
"Glennkill" basiert auf dem gleichnamigen Roman der deutschstämmigen Schriftstellerin Leonie Swann. Die Verfilmung nimmt sich allerdings sehr viele Freiheiten, auch beim Ende.
Die spielen mit
Hugh Jackman spielt den griesgrämigen Schafbesitzer, der seine Tiere so liebevoll behandelt. In der deutschen Fassung wird Hauptermittlerin, Schaf Lilly, von Anke Engelke gesprochen, Bastian Pastewka leiht dem griesgrämigen Sebastian seine Stimme.
Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz
Ab in die Provinz zur Mördersuche unter kauzigen Hinterwäldlern. Die Jagd nach dem Täter steht im Mittelpunkt des Films, in dem es besonders dann witzig wird, wenn tierische und menschliche Lebenswelten aufeinanderprallen. Wenn sich die Tiere verstecken, um Menschen zu belauschen, fragen sie sich, was Worte wie "Gott" oder "Vegetarier" bedeuten und versuchen sich selbst einen Reim darauf zu machen. Die hintersinnigen Schafe verstehen es blendend, menschliche Gewissheiten auf ihre Weise zu hinterfragen.
Während sich die Tiere zu großen Gedanken aufschwingen, sehen die Menschen in ihrem wolligen Gegenüber allerdings nur blökende Wesen. Mit Themen wie Tod und Verlust geht der Film offen um und federt die unausweichliche Realität durch sympathische Späße ab.
Am Ende möchte man nicht nur die Schafe kräftig drücken, sondern auch die Dorfbewohner kennenlernen. Ein sympathischer Film für die ganze Familie.
Die Bewertung auf einen Blick
Vier von fünf Sternen
Krimikomödie, USA 2026
Länge: 110 min
Ab 6 Jahren
Kinostart: 13. Mai 2026
Sendung: WDR 2 Der Nachmittag, 13.05.2026, ab 15.05 Uhr