Darum geht's
Der australische Regisseur Baz Luhrmann ("Moulin Rouge", "Elvis") hatte bereits vor vier Jahren dem King of Rock’n Roll den Spielfilm "Elvis" gewidmet. Luhrmanns Recherchen führten ihn damals in unterirdische Archive von Warner Bros., die sich in Salzminen in Kansas befinden. Dort stieß er auf 59 Stunden bislang unveröffentlichten Materials, das Presleys legendäre Bühnenshows im International Hotel in Las Vegas (1969–1976) zeigen. Kameras hatten den Sänger auch bei Proben und sehr persönlichen Interviews begleitet. Baz Luhrmann hat das Material aufwändig restaurieren lassen und zusammen mit bislang unveröffentlichten Super-8-Filmen des Graceland Archive zu einem Gesamtkunstwerk verarbeitet.
Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz
Wow! Ein Konzertfilm, der Elvis Presley so nah kommt, dass man glaubt, Schweiß und Haarspray riechen zu können. Herzstück der Hommage bilden die legendären Las Vegas Shows, bei denen Presley seine Entertainerqualitäten und Anziehungskraft unter Beweis stellt. Nicht nur das Publikum gerät in Ekstase – auch seine Musiker und Sängerinnen hängen förmlich an seinen Lippen. Charmant auch Probenszenen. Hier blitzen immer wieder Humor und Verspieltheit des King of Rock’n Roll durch.
Vorkenntnisse über Elvis Presley sind in dieser Mischung aus Dokumentation und Konzertfilm erwünscht. Große Ereignisse wie seine Hochzeit oder die Monate bei der Army in Deutschland kommen unkommentiert vor, seine legendäre Filmkarriere handelt Luhrmann in einem Schnittfeuerwerk ab. Hier ist der Filmtitel Programm: Elvis Presley in Concert.
Wie ermüdend zwei Shows pro Tag, sieben Mal die Woche über sieben Jahre sein können, ist Presleys Augen und Gesichtsausdruck in mancher Interviewsequenz anzusehen. Zu seinem Traum, auf Welttournee zu gehen, ist es nie gekommen. Elvis' Shows waren ausschließlich in Nordamerika zu erleben. Das ist dank Baz Luhrmann jetzt anders: Der King erobert die Kinoleinwand in bester Bild- und Soundqualität – mit seinen Hits von "Jailhouse Rock" bis "Always on my mind".
Die Bewertung auf einen Blick
Vier von fünf
Dokumentation, USA 2026
Länge: 96 mi
Ab 6 Jahren
Filmstart: 26. Februar 2026
Sendung: WDR 2 Der Nachmittag, 26.02.2026, ab 15:05 Uhr