Darum geht's
Ryland Grace erwacht mit langem Bart in einem verwaisten Raumschiff und kann sich zunächst nicht daran erinnern, wie er dorthin gelangt ist. Nach und nach wird dem Molekularbiologen klar, dass er für eine Mission auserwählt wurde: Grace soll einen Weg finden, das Erlöschen der irdischen Sonne zu verhindern. Auf sich allein gestellt, versucht er die Aufgabe kreativ zu lösen und freundet sich dabei mit einem außerirdischen Wesen an.
Darum geht's wirklich
Der Film zeigt, wie jemand das Wohl der Gemeinschaft über sein eigenes stellt und dass Kommunikation immer funktionieren kann, wenn man sich Mühe gibt.
Die spielen mit
Ryan Gosling spielt den Astronauten, Sandra Hüller spielt die Leiterin der UN Weltrettungsmission am Boden.
Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz
Ryan Gosling allein zuhaus. Es macht einfach Spaß, seiner Figur Grace dabei zu zusehen, wie sie das Raumschiff langsam in ein gemütliches Wohnzimmer verwandelt, Käse aus der Tube isst und geschmuggelten Wodka trinkt. "Der Astronaut" beruht auf einer Romanvorlage von Andy Weir – wie bereits "Der Marsianer" – und hält viele lustige, menschliche Momente bereit. Der Druck, der auf der Mission liegt, wird in Rückblenden deutlich, wenn Grace noch auf der Erde ist.
Die eigentliche Story ist aber die Freundschaft, die sich zwischen dem einsamen Astronauten und dem steinähnlichen Alien entwickelt. Der kleine, schlaue Kerl ist auf derselben Mission und ähnlich allein. Grace und "Rocky", wie er den Kleinen liebevoll nennt, tüfteln zusammen herum und lernen, miteinander zu kommunizieren.
Sandra Hüller erdet die Geschichte in ihrer Rolle der Leiterin der UN Weltrettungsmission Eva Stratt und stattet sie mit einer großen Portion Wärme aus. Ein echtes Highlight ist ihre Karaoke-Szene: Am Abend vor Graces Abflug singt sie "Sign of the Times" von Harry Styles – ein bewegender Moment. Und – so wurde Ryan Gosling in Interviews nichts müde zu erzählen – auch für ihn der emotionale Höhepunkt.
"Der Astronaut" ist berührende Familien-Science Fiction mit einem sympathisch aufspielenden Ryan Gosling und einer neuen Version von ET.
Die Bewertung auf einen Blick
Vier von fünf Sternen
Science Fiction, USA 2026
Länge: 157 min
Ab 12 Jahren
Kinostart: 19. März 2026
Sendung: WDR 2 Das Morgenmagazin, 19.03.2026, ab 5:05 Uhr