Darum geht's
Die 10-jährige Iris lebt mit dem humanoiden Roboter Mikki im Jahr 2075. Mikki putzt, kocht und ist fürsorglich. Denn Iris Eltern, die in der Stadt arbeiten, sieht das Mädchen selten. Meistens muss sich Iris mit ihren Hologrammen zufriedengeben.
Eines Tages sieht das Mädchen einen Regenbogen am Himmel, der sich wenig später als Arco entpuppt. Ein gleichaltriger Junge mit buntem Flugcape. Arco stammt aus der fernen Zukunft und ist versehentlich auf seiner ersten heimlichen Zeitreise in Iris Ära geraten.
Er will unbedingt zu seiner Familie zurück. Gemeinsam versuchen sie, Arco in seine Zeit zurückzubefördern und gleichzeitig eine große Gefahr für die Welt abzuwenden.
Darum geht's wirklich
Um zwei Kinder aus unterschiedlichen Jahrhunderten, die sich nach der Nähe ihrer Familie sehnen. Gleichzeitig wird betont, wie schutzbedürftig unsere Erde ist.
Das sagt Kinokritikerin Andrea Burtz
Dem französischen Comiczeichner Ugo Bienvenu ist mit seinem oscarnominierten Debütfilm ein kleines Juwel gelungen. Seinen liebevoll charakterisierten Figuren folgt man gern: Iris und Arco vertrauen einander und lassen sich nach Rückschlägen nicht unterkriegen.
Auch wenn es manchmal Tränen gibt, nehmen sie ihr Schicksal wieder in die Hand. Ugo Bienvenu nimmt seine beiden kleinen Helden in ihrem Eifer, ihren Träumen und Ängsten ernst und berührt so auch Erwachsene.
Farbgebung und Animation sind originell gestaltet. Auch Animationen des Hintergrunds sind detailverliebt. Auf diese Weise betont Bienvenu die Schönheit der Natur und gleichzeitig ihre Schutzbedürftigkeit, wenn wir sehen, wie weit es im Jahr 2075 mit der Erde gekommen ist.
Arco ist eine einfühlsame Zeitreisegeschichte, die familiären Zusammenhalt genauso beschwört wie den Schutz der Natur. Ein besonderer Science-Fiction-Film für die ganze Familie.
Die Bewertung auf einen Blick
Vier von fünf Sternen
Animationsabenteuer, Frankreich 2025
Regie: Ugo Bienvenu
Länge: 88 Minuten
Ab 6 Jahren
Kinostart: 9. April 2026
Sendung: WDR 2 Der Nachmittag, 9.04.2026, ab 15:05 Uhr