Die Maus hat herausgefunden: "Butterblume" ist gar kein botanischer Fachbegriff. Es gibt verschiedene Pflanzen, die "Butterblume" genannt werden - zum Beispiel Sumpfdotterblumen, scharfer Hahnenfuß und Löwenzahn. Es ist also ein Spitzname für Blumen, die satt gelb blühen, so gelb wie Butter.
Die Maus hat in einem Museum gelesen: Früher wurden gelbe Löwenzahn-Blüten benutzt, um Butter gelb zu färben. Butter ist von Natur aus gelblich – vorausgesetzt, die Kühe fressen viele Pflanzen draußen. Im frischen Gras ist der gelbe Farbstoff Beta-Carotin gespeichert.
Wenn Kühe davon nicht viel fressen, weil sie zum Beispiel im Stall stehen, wird die Butter blasser. Deswegen haben Menschen früher gelbe Blüten genutzt, um die Milch zu färben. Beim Löwenzahn ist das auch kein Problem, aber andere gelbe Pflanzen wie der Hahnenfuß enthalten auch giftige Stoffe, deswegen sollte man sie nicht essen.
So ist vermutlich der Name "Butterblume" entstanden. Vielleicht haben Menschen aber auch nur gedacht: Die Pflanzen blühen so schön gelb, buttergelb.
Übrigens: Heutzutage werden nicht mehr Blüten genutzt, um Butter gelber zu färben, sondern es wird mit Beta-Carotin nachgeholfen.
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Sendung: WDR 2 Morgenmagazin, 08.06.2026, 07.40 Uhr