Heike Troles ist Landtagsabgeordnete mit Leib und Seele. Seit 2017 vertritt sie den Wahlkreis Rhein-Kreis Neuss II im nordrhein-westfälischen Landtag - mit viel Engagement für Familien, Frauen und Gleichstellung. Geboren in Grevenbroich, ist sie dort tief verwurzelt. Nicht nur als langjähriges Mitglied im Stadtrat, sondern auch durch Familie und ehrenamtliche Bindungen. Ein Highlight im vergangenen Jahr war für sie der "Ehren-Vogelschuss" in einem Grevenbroicher Schützenverein, wie sie im WDR-Interview berichtet.
Als Mutter in die Politik
Ihr beruflicher Weg begann nach der mittleren Reife mit einer Ausbildung zur Bürokauffrau in einem Autohaus, wo sie später als Bilanzbuchhalterin tätig war. Viele Jahre stand sie fest im Berufsleben, bevor sie 2004 als Geschäftsführerin der CDU-Fraktion Grevenbroich in die Politik ging. Im WDR-Interview schildert Troles den Grund für ihren Einstieg in die Politik: "Vor 26 Jahren bin ich Mutter geworden. Auf einmal sieht man die Stadt mit anderen Augen." Themen wie Spielplätze, Kitaplätze oder zu enge Bürgersteige rückten für sie plötzlich in den Mittelpunkt - und damit auch der Wunsch, konkret mitzugestalten.
Christlich geprägt
Über den CDU-Ortsverband kam sie in die Vorstandsarbeit, später in den Stadtrat. Dort entdeckte die 56-jährige ihre Leidenschaft für Landespolitik. Dass ihre politische Heimat in der CDU liegt, wusste Troles schon früh: "Das ganze christliche Menschenbild wurde mir familiär vermittelt und ich bin sehr zufrieden mit meiner Wahl." Diese Haltung prägt auch ihre Arbeit in den Ausschüssen für Schule und Bildung, Familie, Kinder und Jugend, Gleichstellung und Frauen. Für das Themenfeld Gleichstellung und Frauen ist Troles die Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion und zudem Queer-Beauftragte.
Über Probleme muss man sprechen
Ein zentrales Thema, für das sich die zweifache Mutter engagiert, ist der Kampf gegen häusliche Gewalt. Im WDR-Interview lobt sie das differenzierte Beratungssystem in NRW mit rund 70 Frauenhäusern und fast 700 Schutzplätzen. Trotzdem fehlen noch viele. Dass das Gewalthilfegesetz im Februar auf den Weg gebracht wurde, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, so Troles. Allerdings tritt der Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung erst 2032 in Kraft. "Von mir aus könnte es auch schneller gehen.", sagt Troles. Sie sehe den Bund in der Pflicht, schneller zu handeln. "Es ist wichtig, dass man sensibilisert und anspricht. Und deswegen bin ich froh, Sprecherin für diesen Bereich zu sein."
Trotz ihrer intensiven politischen Arbeit bleibt sie geerdet - mit ihrer Familie, der Natur und ihrer Heimat. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten wandernd in der Eifel, an der holländischen Küste oder auch mal beim Skifahren in den Bergen. Auf dem Sofa findet man sie eher selten. Der Tatort am Sonntagabend ist allerdings ein festes Ritual.