Bislang sind drei so genannte Aufgabenträger dafür zuständig, den SPNV zu organisieren: Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und "Go Rheinland". Diese drei Zweckverbände machen Planung, Ausschreibung, Vergabe und Controlling der Regionalexpresse, Regionalbahnen und S-Bahnen in NRW.
Dabei legen sie zum Beispiel fest, wo wann wie viele Züge fahren sollten, damit die Menschen in NRW gut angebunden sind. Auf diese Bahnverbindungen können sich Verkehrsunternehmen wie DB Regio oder National Express bewerben. Die lassen dann, nachdem darüber Verträge geschlossen wurden, die Züge fahren - im Auftrag der drei Aufgabenträger. Sie kontrollieren den Fahrbetrieb und bezahlen die Verkehrsunternehmen auch dafür.
In Zukunft soll das alles von einer landesweiten Anstalt gemacht werden. Aus drei wird eins - das ist der Kernstück der SPNV-Reform. Die drei bisherigen Zweckverbände werden beauftragt, diese landesweite Behörde zu gründen. Als Aufgabenträger wird es VRR, NWL und "Go Rheinland" dann nicht mehr geben. Der vorläufige Arbeitstitel der künftigen, landesweiten Anstalt lautet "Schiene NRW".