Marcus Optendrenk (CDU), Finanzminister von Nordrhein-Westfalen

NRW federführend bei Bundeswehr-Bauprojekten

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Mehr und schneller bauen - das ist Ziel bei anstehenden Projekten der Bundeswehr. NRW spielt dabei eine bedeutende Rolle.

Finanzminister Marcus Optendrenk zeigte sich begeistert: 16 Monate Bauzeit waren veranschlagt für das neue Wirtschaftsgebäude auf dem Gelände der Gereon-Kaserne in Köln. Hier soll eine moderne Truppenküche für die Bediensteten mit Speisesaal entstehen. Aus den 16 Monaten sind neun geworden - das ist selten bei öffentlichen Bauprojekten, die sonst häufig länger dauern als veranschlagt. In der Gereon-Kaserne ist unter anderem das Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr untergebracht. Hier finden auch die Prüfungen für Führungspersonal der Armee statt. Minister Optendrenk betonte, es sei "beeindruckend zu besichtigen, wie viel möglich ist, wenn alle an einem Strang und in dieselbe Richtung ziehen."

Tempo durch modulares Bauen

Minister Optendrenk in der Gereon-Kaserne. Er steht mit vier weiteren Männern in einer Küche und sie schauen in einen leeren Suppentopf.

Minister Optendrenk in der Gereon-Kaserne

Die Modernisierung der Verteidigungsinfrastruktur soll auch an anderen Standorten schnellstmöglich erfolgen. Um die Bundeswehr rasch in die Lage zu versetzen, eventuelle Aggressoren wirkungsvoll abzuschrecken, braucht es Neubauten. Die Truppe soll wachsen, dafür benötigt es neue Unterkünfte. Das Zauberwort heißt Modulbauweise. "Modulares Bauen ist für uns als Land ein entscheidender Hebel, um das Tempo weiter anzuziehen", erklärte Finanzminister Optendrenk.

Was dahintersteckt: Die Bauelemente sind zum Großteil vorgefertigt. Sie können flexibel nach einer Art Baukastenprinzip zusammengefügt werden. Dadurch könne sich die Bauzeit im Vergleich zur konventionellen Fertigung halbieren, heißt es beim Finanzministerium. Im kommenden Jahr sollen in Nordrhein-Westfalen in zwei Kasernen neue Unterkünfte nach diesem Prinzip entstehen: in Augustdorf und in Minden.

NRW und Bundeswehr-Bauten

WDR Studios NRW 15.12.2025 00:48 Min. Verfügbar bis 15.12.2027 WDR Online

NRW will Strukturen konzentrieren

Ein Hinweisschild auf die Zentrale des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) Nordrhein-Westfalen

Daneben möchte das Land sämtliche Bundesbauprojekte künftig gebündelt vorantreiben. Noch kümmern sich der Bau- und Liegenschaftsbetrieb BLB und die Bauabteilung der Oberfinanzdirektion NRW gemeinsam darum. Das soll schon im nächsten Jahr anders werden. Das Projekt heißt "Ein Bundesbau NRW". Geplant ist, die Bauabteilung der Oberfinanzdirektion im Laufe des Jahres in die Zentrale des BLB zu überführen. Hierfür soll es auch deutlich mehr Personal geben - ab 2027 mehr als 730 Stellen, die vom Bund refinanziert werden.

Land übernimmt auch bundesweite Koordination

Nordrhein-Westfalen soll künftig aber nicht nur für die Bundeswehr-Bauten innerhalb der eigenen Grenzen zuständig sein. Das Land übernimmt deutschlandweit die Beschaffung und Vergabe von etwa 270 Unterkunftsgebäuden, die in modularer Bauweise entstehen sollen. Damit unterstreiche das Land "seine Rolle als engagierter Partner" der Bundeswehr, sagte Minister Optendrenk in Köln. Wie umfangreich diese Aufgabe ist, lässt sich auch an den Kosten erkennen. "Das jährliche Volumen des Bundeswehr-Baus in Nordrhein-Westfalen steigt sehr viel drastischer, als es ohnehin geplant war", so der Minister. Von gut 180 Millionen 2023 auf fast 560 Milllionen im Jahr 2029. "Das ist ein Wachstum von mehr als 200 Prozent."

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung aus dem Finanzministerium
  • Eigene Recherche
  • Sendung: WDR 5, Westblick, 15.12.2025, ab 17:05 Uhr;

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