Nordrhein-Westfalen hat ein zentrales Katastrophenschutzlager eingerichtet. Aus Sicherheitsgründen wird der Ort dieses Lagers nicht veröffentlicht, wie eine Sprecherin des Innenministeriums in Düsseldorf am Montag mitteilte.
Der Zweck des Materiallagers: In Notlagen wie Hochwasser, bei Stürmen oder großen Bränden sollen von dort aus schnell wichtige Einsatzmittel zu Einsatzstellen in NRW gebracht werden.
Ziel: schneller in Notlagen helfen
"Niemand möchte, dass wir die Dinge aus diesem Lager einsetzen müssen. Hier gilt aber: Besser haben als brauchen. Bei einem Notstand ist das unsere Lebensversicherung. Wir haben aus den Katastrophenlagen der vergangenen Jahre gelernt", sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) bei der Eröffnung des Lagers unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Jetzt habe man einen Ort, an dem wichtige Ausrüstung für den "Ernstfall" gelagert werde, so Reul, "damit wir beim nächsten Mal schneller helfen können". Der Innenminister: "Wir werden das Lager weiter ausbauen und an neue Gefahren anpassen."
Lager soll eine Konsequenz aus Flutkatastrophe sein
Das Lager ist nach Angaben des Innenministeriums eine Reaktion auf die schwere Hochwasserkatastrophe im Juli 2021. In Nordrhein-Westfalen starben 49 Menschen. Es fehlte teilweise an Geräten und Ausrüstung, um schnell helfen zu können, wie das Ministerium einräumte. Am Krisenmanagement des Landes gab es heftige Kritik. Ein Untersuchungsausschuss des Landtags beleuchtete die fatalen Pannen. Reul hatte zudem ein Kompetenzteam Katastrophenschutz eingesetzt, das neue Konzepte vorschlug.
Im neuen Lager stehen den Angaben unter anderem Pumpen, Kettensägen, Zelte und Schutzkleidung bereit. Sie sind auf Paletten verpackt und können schnell auf Lkw verladen und zur Einsatzstelle gebracht werden. Die Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen können die Sachen anfordern, wenn Bedarf ist und ihre eigenen Mittel nicht ausreichen.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung des Landesinnenministeriums
- Sprecherin auf Nachfrage