Interview mit Jochen Ott | Westpol
06:01 Min.. Verfügbar bis 25.01.2028.
Der Vorschlag klingt simpel: Das Geld solle aus Landesmitteln kommen und direkt bei der Geburt als Startkapital angelegt werden. Mit 18 Jahren soll es dann ausgezahlt werden, "damit gerade bei den jungen Erwachsenen Chancengleichheit etwas spürbarer wird", so Jochen Ott (SPD) im Interview mit dem WDR-Magazin Westpol am Sonntagabend.
Erbschaftssteuer als Geldquelle
Grob geschätzt würde das Vorhaben ganze 775 Millionen Euro kosten. Dabei ist der Handlungsspielraum des NRW-Haushaltes bereits jetzt ziemlich eng. Die Ministerien im Land müssen sparen.
Ott setzt zur Finanzierung seiner Idee auf höhere Einnahmen aus der Erbschaftssteuer. Eine Reform wird aktuell auf Bundesebene diskutiert, Ott wolle dafür "weiter streiten". Es wäre eine Umverteilung "von denen sehr viel haben zur großen Masse der Kinder und Jugendlichen"
Familien, Wirtschaft, Kommunen
Der 51-jährige Kölner und ausgebildete Lehrer ist seit vergangenem Freitag designierter Spitzenkandidat für die SPD zur Landtagswahl in NRW 2027 und wird aller Voraussicht nach Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) herausfordern.
Für seinen Wahlkampf kündigte er an - neben dem Thema Familie und Chancengleichheit - sich vorrangig noch um die Themen Wirtschaft, Arbeitsplätze und kommunale Finanzen zu kümmern.
Die Chancen für die SPD sind allerdings durchwachsen. Bei den Kommunalwahlen verlor die Partei, die NRW einmal dominiert hatte, weiter Stimmen und erreicht in Umfragen historische Tiefstwerte.
Sendung: WDR-Westpol Interview am 25.01.2025