NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) reist heute für zwei Tage in die Woiwodschaft Schlesien und zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Ein Fokus der Reise ist die Stärkung der Regionalpartnerschaft zwischen NRW und Schlesien, die seit etwa 25 Jahren besteht.
Wüst besucht erstmals Auschwitz
Der Ministerpräsident besucht zum ersten Mal die Gedenkstätte. Geplant ist ein Rundgang durch das ehemalige Konzentrationslager. Nach Angaben des Bundesarchivs war das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz das größte Gefangenenlager der Nationalsozialisten. Bis zur Befreiung durch die Rote Armee im Januar 1945 wurden schätzungsweise rund 1,3 Millionen Menschen in den Lagerkomplex Auschwitz deportiert und etwa 1,1 Millionen ermordet.
Wüsts Besuch, in Begleitung der Antisemitismusbeauftragten Sylvia Löhrmann, steht im Zeichen der Erinnerung an die Opfer der Shoah, heißt es aus Regierungskreisen. Wüst hatte sich in der Vergangenheit dafür ausgesprochen, dass jedes Schulkind einmal eine NS-Gedenkstätte besucht haben sollte.
Regionalpartnerschaft zwischen NRW und Schlesien
Der Ministerpräsident wird von einer Delegation begleitet, mit dabei ist unter anderem der Staatssekretär aus dem Gesundheitsministerium sowie der Beauftragte für polnischstämmige Bürger des Landes. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Wissenschaft, Gesundheitswesen und Sport sind dabei. Eine neu geschaffene Initiative namens "Botschafterinnen und Botschafter NRW–Schlesien" soll die Regionalpartnerschaft stärker in verschiedenen Bereichen verankern.
Ministerpräsident Wüst reist nach Polen
WDR Studios NRW. 19.05.2026. 00:39 Min.. Verfügbar bis 18.05.2028. WDR Online.
Wüst wird am ersten Tag der Reise Marschall Woijiech Saługa treffen. Geplant ist ein Austausch über die Regionalpartnerschaft. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit im Regionalen Weimarer Dreieck zwischen Nordrhein-Westfalen, Schlesien und der französischen Region Hauts-de-France.
Krisenresilienz als Zukunftsfrage
Auch das Thema Resilienz wird eine Rolle spielen, beispielsweise beim Besuch einer Klinik, die auf die Behandlung schwerer Brandverletzungen spezialisiert ist. Dabei soll es um Fragen der Krisenvorsorge gehen. Auf dem Programm steht außerdem ein Austausch mit Studierenden der Schlesischen Universität zu Fragen rund um Cybersicherheit und dem Schutz kritischer Infrastruktur.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Staatskanzlei
- Eigene Recherchen
Sendung: WDR Nachrichten, 19.05.2026, 07:00 Uhr