In Rheinland-Pfalz dürften so manche Schüler aufatmen. Im benachbarten Bundesland werden ab dem kommenden Schuljahr schriftliche und mündliche Hausaufgabenüberprüfungen bereits bei der Erteilung angekündigt. Diese passen nach Auffassung des dortigen Bildungsministers Sven Teuber (SPD) nicht zu einer modernen Schule.
Teuber glaubt, dass diese unnötigen Stress produzieren und Lernprozesse behindern. Er betont, dass "klare Ankündigungen und Kommunikation auf Augenhöhe" für "Bildungsfortschritte und motiviertes Lernen unerlässlich" seien.
Überraschungstests für kontinuierliches Lernen
Das Schulministerium in NRW erteilt dem Vorstoß auf WDR-Nachfrage aber eine Absage: "In Nordrhein-Westfalen können Lehrerinnen und Lehrer von ihren Schülerinnen und Schülern erwarten, dass sie ihre Hausaufgaben zuverlässig erledigen."
So blieben unangekündigte Tests oder kurze Hausaufgabenüberprüfungen weiterhin grundsätzlich erlaubt. "Sie sollen vor allem dazu beitragen, dass das Lernen kontinuierlich stattfindet und die Schülerinnen und Schüler gut auf den Unterricht vorbereitet sind", heißt es aus dem Schulministerium weiter.
Unsere Quellen:
- Schulministerium NRW
- Nachrichtenagentur dpa