"Wir werden am Bestattungsgesetz jetzt nichts ändern", sagte Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) bei einem Gespräch mit Vertretern von Betrieben, die rund um Bestattungen aktiv sind. Sie verwies darauf, das sei auch nicht Inhalt der Koalitionsverhandlungen von CDU und Grünen gewesen.
Mona Neubaur (Grüne), NRW-Wirtschaftsministerin
Es gebe die Notwendigkeit, sich vor allem vor Ort in lokalen Bündnissen mit einer sich verändernden Trauerkultur auseinanderzusetzen. Dabei gehe es darum, strukturerhaltend den Ort der Trauer für die Menschen zu ermöglichen.
Vertreter des Bestattergewerbes machten deutlich, dass der Friedhof als Gedenkort gestärkt werden müsse. Er könnte moderner, nahbarer und auch grüner gestaltet werden. Es gelte über neue Gestaltungskonzepte zu reden.
Menschen suchen alternative Bestattungsmöglichkeiten
Der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, Andreas Ehlert, fordert die Kommunen auf, zeitgemäße Lösungen zu schaffen. "Wenn wir keine attraktiven, pflegefreien und bezahlbaren Grabformen anbieten, wandern Menschen ab und suchen sich alternative Bestattungsmöglichkeiten außerhalb der Friedhöfe." Das gefährde die Friedhofskultur und die Würde des Abschieds.
Neues Bestattungsgesetz in Rheinland-Pfalz
Das neue Bestattungsgesetz für Rheinland-Pfalz gilt als das fortschrittlichste bundesweit. Es wurde im September 2025 beschlossen und ermöglicht als einziges Bundesland unter anderem Bestattungen in den Flüssen Rhein, Mosel, Lahn und Saar. 2026 werden mehr Genehmigungen und so mehr Flussbestattungen erwartet. Hier gibt's eine Übersicht, was dort erlaubt ist und was in NRW gilt:
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Bestattungsgesetz NRW
Sendung: WDR.de, Keine Flussbestattungen in NRW, 15.01.2026, 17:55 Uhr