Friedrich Merz beim Europaforum | Kurzvideo

00:25 Min. Verfügbar bis 26.05.2027

WDR Europaforum: Kanzler Merz kritisiert Israels Vorgehen in Gaza

Stand:

Bundeskanzler Friedrich Merz hat das israelische Vorgehen in Gaza beim "WDR Europaforum" mit deutlichen Worten kritisiert.

Mit Blick auf den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen sagte Merz, "die Zivilbevölkerung derart in Mitleidenschaft zu nehmen, wie das in den letzten Tagen immer mehr der Fall gewesen ist, lässt sich nicht mehr mit einem Kampf gegen den Terrorismus der Hamas begründen".

Deutschland müsse sich mit öffentlichen Ratschlägen an Israel so weit zurückhalten, wie kein zweites Land auf der Welt, fügte der CDU-Politiker beim "WDR Europaforum 2025" auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin hinzu. "Aber wenn Grenzen überschritten werden, wo einfach das humanitäre Völkerrecht jetzt wirklich verletzt wird, dann muss auch Deutschland, dann muss auch der deutsche Bundeskanzler dazu etwas sagen", so Merz.

Merz zu Israels Regierungschef Netanjahu: "Übertreibt's nicht!"

Merz betonte im WDR-Interview, er werde noch diese Woche mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu sprechen. Er sei in den vergangenen beiden Jahren schon zweimal bei ihm gewesen und habe ihm hinter verschlossenen Türen gesagt: "Übertreibt's nicht!" Das werde er jetzt noch deutlicher sagen.

Der Bundeskanzler betonte die Partnerschaft zwischen Deutschland und Israel. Aber die israelische Regierung dürfe nichts tun, "was nun irgendwann ihre besten Freunde nicht mehr bereit sind, zu akzeptieren".

Auslöser des Gaza-Kriegs war der Überfall der Hamas und anderer Terrororganisationen am 7. Oktober 2023 auf Israel. Wegen der neuen israelischen Militär-Offensive im Gazastreifen sowie der Blockade von Hilfslieferungen, die inzwischen gelockert wurde, wuchs zuletzt international die Kritik. In Deutschland fordern mehrere SPD-Politiker ein Ende der deutschen Waffenhilfe für Israel.

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Unsere Quellen:

  • Interview mit Bundeskanzler Friedrich Merz beim "WDR Europaforum 2025"
  • Nachrichtenagentur dpa

Über dieses Thema berichten wir am 26.05.2025 auch im WDR Fernsehen: Aktuelle Stunde, 18.45 Uhr.

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