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Alle Komponist*innen unter S

CAMILLE SAINT-SAËNS

Klavierkonzert Nr. 2 op. 22

Zeitdruck hat auch sein Gutes: Gerade mal 17 Tage blieben dem französischen Komponisten bis zum Konzert seines Freundes Anton Rubinstein, für das er mal eben ein neues Klavierkonzert angekündigt hatte. Trotzdem gelang ihm ein großer Wurf voller Charme und technischer Gemeinheiten, an denen Pianisten weit länger als 17 Tage zu üben haben... (Autor: Quring / Lohse)  |  audio

Sinfonie Nr. 3 op. 78 "Orgelsinfonie"

Lange lässt die Orgel auf sich warten in dieser dramatischen und formal höchst raffinierten Sinfonie. Nicht nur als Organist, sondern auch als Komponist zieht der Franzose in diesem Hauptwerk von 1886 alle Register seiner Kunst. (Autor: Michael Lohse)  |  audio

ERIK SATIE

Gymnopédies

Sie fehlen auf keinem Sampler mit Klassik zum Träumen: die gechillt meditativen Klavierstücke mit dem seltsamen Titel. Mit 22 schrieb Erik Satie die nur scheinbar harmlosen Kompositionen, die seinen Ruhm begründeten. (Autor: Martin Zingsheim)  |  audio

Parade

Ein Skandal, jede Menge Feinde und ein Gerichtsverfahren - hätte Satie geahnt, was da alles auf ihn zukommt... So aber sagte der Komponist zu, als sein Freund Jean Cocteau ihn im April 1916 bat, die Musik für ein Ballett zu schreiben. Durch die Premiere mitten im 1. Weltkrieg fühlten sich Frankreichs Patrioten provoziert: zu wenig Pathos. Doch viele Musiker der Avantgarde des 20. Jahrhunderts erkoren Satie anschließend zu ihrem Helden - zu Recht, findet Autor Michael Lohse.  |  audio

FAZIL SAY

Istanbul Sinfonie

Der türkische Pianist und Komponist Fazil Say hat ein musikalisches Portrait seiner Heimatstadt geschaffen: die "Istanbul Sinfonie". Das WDR Sinfonieorchester hat das Werk 2012 uraufgeführt. Eine Werkeinführung von der türkischen Pianistin Gülru Ensari.  |  video

ALFRED SCHNITTKE

Bratschenkonzert

Ein Ritt durch die Abgründe und Höhen menschlicher Gefühle. Alfred Schnittkes 1986 uraufgeführtes Bratschenkonzert gehört zu dem Schönsten, das je für dieses Instrument geschrieben wurde, findet Autor Niklas Rudolph.  |  audio

ARNOLD SCHÖNBERG

Kammersinfonie Nr. 1 op. 9

"Arnold Schönbergs Kammersinfonie Nr. 1 ist ein Stück, das eine ganz neue Musik-Ära einläutet", erklärt Cristian Măcelaru, Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters. In dieser Folge "Kurz und Klassik" erzählt der Dirigent und Geiger, dass er die Kammersinfonie als Teenager entdeckte. Erst beim intensiven Üben nach und nach verstand er das komplexe Werk. Jede einzelne Note in dem Werk spiegele Schönbergs Verständnis von Musik wieder, so der Dirigent. Heute kann Măcelaru diese Musik nicht aufführen, ohne überwältigende Emotionen zu empfinden.  |  video

Pierrot Lunaire op. 21

Martin Zingsheim über Schönbergs faszinierendes Melodram aus dem Jahr 1912. Eine Diseuse gab den Anstoß zu den Gedichtvertonungen, mit denen der Komponist weit ins Neuland der freien Atonalität vordringt - noch ganz ohne Zwölftontechnik übrigens.  |  audio

DIMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH

Streichquartett Nr. 8 op. 110

Dimitri Schostakowitsch schreibt sein 8. Streichquartett in höchster Not. So sehr fürchtet er die Verfolgung durch das sowjetische Regime, dass er das Werk als sein eigenes Requiem konzipiert. Er zitiert aus seinen früheren Werken und das zentrale Motiv leitet er aus den Initialen seines Namens ab: D-Sch. Das Ergebnis ist eine ebenso faszinierende wie ergreifende Musik, in der sich mehrere Bedeutungsebenen überlagern, findet Autor Philipp Quiring.  |  audio

FRANZ SCHUBERT

Arpeggione-Sonate D 821

Die Arpeggione ist eigentlich eine Rarität aus dem Instrumenten-Museum und wäre ohne Franz Schubert sicher längst vergessen. Der komponierte 1824 eine Sonate, um die neuartige Mischung aus Cello und Gitarre zu promoten. Es wurde eines seiner liebenswertesten Kammermusikwerke, in dem sich beschwingte Melodien und melancholische Abgründe abwechseln. (Autor: Mercks)  |  audio

Die schöne Müllerin D 795

Christoph Vratz über den bewegenden Lieder-Zyklus von 1823 über die tragische Liebe eines Müller-Gesellen. Die Gedichte dazu stammten von einem Dichter, der passenderweise auch noch Müller hieß. Einen gewaltigen Seelenkosmos durchschreitet der gerade 26jährige Komponist in dem Parade-Werk der Romantik: von überbordendem Lebenswillen bis hin zu abgrundtiefer Todessehnsucht.  |  audio

Forellenquintett

Franz Schubert hat in seinem Leben nicht viele Reisen gemacht. Eine führte ihn mit 22 nach Steyr an der Enns. Dort schrieb er eines seiner populärsten Werke: ein unbeschwertes Quintett mit Variationen über sein Lied "Die Forelle". Es besticht durch reizvolle Instrumentierung, Charme und Esprit. (Autor: Christoph Vratz)  |  audio

Sinfonie Nr. 7 D 759 "Unvollendete"

8 Sinfonien hat Schubert komponiert. Doch ausgerechnet seiner "Unvollendeten" gehört die Liebe des Publikums, obwohl sie nur zwei Sätz hat. Ergreifende Bekenntnismusik schreibt der 25jährige Komponist: so düster, als ahnte er seinen frühen Tod voraus. (Autor: Vratz/Lohse)  |  audio

Wanderer-Fantasie op. 15 D 760

Mit der "Wanderer-Fantasie" schuf der gerade 25jährige Schubert ein Paradestück für Pianisten - so schwer, dass er selbst witzelte: "Der Teufel soll das Zeugs spielen". Für Autor Michael Lohse ist das 1822 komponierte Werk gleich in mehrfacher Hinsicht visionär: Seine Klangfarben greifen dem Impressionismus vor und die konsequente Entwicklung aus einem einzigen Motiv nimmt sich Liszt später zum Vorbild für seine Orchesterwerke.  |  audio

HEINRICH SCHÜTZ

Kleine geistliche Konzerte

Heinrich Schütz nannte seine Vokalwerk von 1636 mit protestantischem Understatement "Kleine geistliche Konzerte". Dabei verbindet er in den 55 sparsam besetzten vokalen Meisterstücken gesungenen Nervenkitzel mit kunstvoller Stimmführung und schreibt mitten im 30jährigen Krieg eine Musik voller Zuversicht. (Autor: Martin Zingsheim)  |  audio

CLARA SCHUMANN

Klavierkonzert Nr. 1 op. 7

Mit gerade mal 16 Jahren ist Clara Schumann, die damals noch Wieck heißt, schon eine gefeierte Virtuosin und schreibt sich für den Konzertsaal ein effektvolles Klavierkonzert auf den Leib. Das Werk zeigt das Potenzial dieser Komponistin, die Robert Schumann später lieber in die Rolle der Hausfrau und Mutter zwängt. (Autor: Martin Zingsheim)  |  audio

Klaviertrio op. 17

Christoph Vratz über eines der schönsten Kammermusikwerke Clara Schumanns: das Klaviertrio in g-Moll, das sie ihrem Mann Robert 1846 zum Hochzeitstag schenkt. Das Publikum bei der Dresdner Uraufführung ist begeistert von dem Stück, in das die Komponistin die Summe ihrer Erfahrungen einfließen lässt.  |  audio

ROBERT SCHUMANN

Kinderszenen op. 15

Robert Schumann hatte acht Kinder - als er die "Kinderszenen" schrieb, allerdings noch kein einziges. Was ist Schumanns bekanntester Klavierzyklus nun eigentlich? Musik für Kinder, über Kinder, für kindgebliebene Erwachsene? Vor allem Musik für Klavier, findet Autor Martin Zingsheim - und was für eine...  |  audio

Kreisleriana op. 16

1838 sitzen die Komponisten Robert Schumann und Johann Sebastian Bach in Leipzig mit dem Schriftsteller E.T.A. Hoffmann zusammen, um einen bahnbrechenden Klavierzyklus zu schreiben. Gut, Bach und Hoffmann waren da natürlich schon tot, aber Schumann verwandelt ihre Vorlagen zu einem Schlüsselwerk der Romantik. (Autor: Dominik Mercks)  |  audio

Sinfonie Nr. 2 op. 61

Robert Schumanns "Sinfonie Nr. 2 C-Dur" op. 61 gespielt vom WDR Sinfonieorchester unter der Leitung seines damaligen Chefdirigenten Semyon Bychkov. Aufgezeichnet im Jahr 2009.  |  video

JEAN SIBELIUS

Finlandia

Mit "Finlandia" landete der junge Sibelius 1899 einen patriotischen Superhit im russisch besetzten Finnland. Dabei war das Stück eigentlich nur der letzte Satz einer Orchestersuite, die für Solidaritätskonzerte mit der unterdrückten Presse in Helsinki geschrieben wurde. Doch schnell avancierte das effektvolle Werk zur inoffiziellen Nationalhymne. (Autor: Lohse/Quiring)  |  audio

Valse Triste op. 44

Jean Sibelius - Valse Triste op. 44, gespielt vom WDR Sinfonieorchester unter der Leitung seines damaligen Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste am 28. März 2014 in der Kölner Philharmonie.  |  video

ALEXANDER SKRJABIN

Poème de l'extase op. 54

Skrjabin gilt als der große Exzentriker der russischen Musik. Den Durchbruch schaffte er 1908 mit seinem Orchesterwerk "Poème de l'extase", das sich an ein zeitgleich von ihm selbst verfasstes Gedicht anlehnt. Henry Miller beschrieb dessen berauschende Wirkung so: "Es war wie Eisbad, Kokain und Regenbogen". Welche Ekstase Skrjabin genau meint: eine sexuelle, politische oder religiöse, bleibt unklar. Fest steht dagegen für Autor Philipp Quiring, dass es sich um ein kühnes Meisterwerks handelt.  |  audio

KARLHEINZ STOCKHAUSEN

Aus den sieben Tagen

Mai 1968. Studenten auf der Straße, der Vietnamkrieg polarisiert, es brodelt in der Gesellschaft. Doch der 39-jährige Stockhausen sitzt im beschaulichen Kürten und hat ganz andere Probleme. Die Frau ist weg: in den USA. Der Komponist tritt in den Hungerstreik, damit sie zurückkommt. Und das eine ganze Woche. Die existenzielle persönliche Krise führt zu einem kompositorischen Neuanfang, dessen Radikalität bis heute fasziniert, findet Autor Martin Zingsheim.  |  audio

Gesang der Jünglinge

Mit dem Werk über einen alttestamentarischen Text wagt sich der junge Karlheinz Stockhausen 1956 auf kompositorisches Neuland: zum ersten Mal verbindet er die menschliche Stimme mit elektronischen Klängen. Eine technische Pionierleistung, aber auch Ausdruck tief empfundener Spiritualität. (Autor: Martin Zingsheim)  |  audio

JOHANN STRAUSS

An der schönen blauen Donau op. 314

Walzerkönig Johann Strauss komponierte 1866 nicht weniger als Wiens heimliche Nationalhymne - natürlich im Dreivierteltakt. "Alles, was über das Thema Wien Schmeichelhaftes gesagt werden kann", meinte ein Kritiker über das Stück, mit dem Strauss auch in den USA Triumphe feierte. (Autor: Dominik Mercks)  |  audio

RICHARD STRAUSS

IGOR STRAWINSKY

Scherzo Fantastique op. 3

Igor Strawinskys Scherzo Fantastique op. 3, gespielt vom WDR Sinfonieorchester unter der Leitung seines damaligen Chefdirigenten Semyon Bychkov am 12. Januar 2008 in der Kölner Philharmonie.  |  video