Weniger Brutplätze für Mücken
Laut Dr. Renke Lühken liegt das ausschließlich an der Trockenheit. "Das führt dazu, dass es weniger Brutplätze gibt", sagt der Forscher des Tropeninstituts. Viele Feuchtgebiete seien ausgetrocknet. Und auch in heimischen Gärten, in denen Mücken häufiger in Teichen oder Regentonnen brüten, gebe es zu wenig oder gar kein Wasser mehr.
"Wir fangen jedes Jahr Mücken an verschiedenen Standorten in Deutschland", sagt Renke Lühken, "und dieses Jahr gibt es extrem weniger als sonst." Genauer gesagt gebe es im Moment sehr viel weniger "stechaktive, fliegende Weibchen".
Mückenplage im Sommer möglich
Allerdings bedeuten die Beobachtungen nicht, dass auch der Sommer mückenfrei bleibt. Denn die Mücken sterben nicht aus, sondern bleiben in ihren Eiern liegen. "Viele Mückenarten haben trockenresistente Eier", erklärt Lühken.
Diese Eier können teilweise über Jahre überdauern. Und dann brauche es nur einen starken Regenguss, im Sommer zum Beispiel, damit auch aus diesen Eiern wieder Mücken schlüpfen, fliegen und stechen können. Es könnte also sein, dass uns im Sommer eine regelrechte Mückenplage droht, so Lühken.
Unsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit Renke Lühken (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg)
- Nachrichtenagentur dpa