A59: Nach Monheim ab Düsseldorf-Süd für acht Monate gesperrt
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Wegen einer Fahrbahnsanierung ist seit Mitte Oktober (15.10.) die A59 ab Düsseldorf-Süd in Richtung Leverkusen für acht Monate gesperrt. Pendelnde müssen mehr Zeit einplanen. Ein Recht auf einen späteren Arbeitsbeginn hätten sie nicht, sagt Arbeitsrechtler Matthias Spirolke.
Der Grund für die Vollsperrung der wichtigen Pendlerstrecke A59 ab Düsseldorf: dringende Reparaturen. Der schlechte Zustand der Betonplatten hat in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Fahrbahnschäden und Sperrungen geführt. Wer dort lang möchte, braucht eine alternative Route.
A59: Sperrung in mehreren Schritten
- Seit Mittwoch (15.10.) ist die A59 Richtung Leverkusen zwischen Düsseldorf-Süd und Richrath gesperrt.
- Fünf Tage später (ab 20.10.) folgte dann zusätzlich der Abschnitt bis Monheim. Die Sperrung zwischen Düsseldorf-Süd und Monheim wird voraussichtlich acht Monate dauern.
- Auch im Anschluss an die Sperrung sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen: Während der Restarbeiten ist in Richtung Leverkusen nur ein Fahrstreifen frei. Zudem ist eine weitere Sperrung in Richtung Düsseldorf geplant.
Auf der A59 seien täglich etwa 50.000 Fahrzeuge unterwegs, sagt Petra Sommer vom WDR-Verkehrsstudio. "Es ist nun mal eine gängige Strecke für Pendelnde." Daher werde es "ziemlich anstrengend" - auch für alle, die dort wohnen. Denn die Sperrung werde man sicherlich auch auf den Ausweichrouten merken. "Besonders lokal wird es spürbar mehr Verkehr geben. Eine echte Alternative gibt es kaum."
Arbeitsrechtler: Kein Grund, zu spät zur Arbeit zu kommen
Matthias Spirolke, Fachanwalt für Arbeitsrecht
Trotzdem ist die Verkehrsbehinderung rechtlich kein Grund, unpünktlich zur Arbeit zu kommen, sagte Matthias Spirolke, Fachanwalt für Arbeitsrecht, am Mittwoch dem WDR. Eine solche Begründung müssten Unternehmen nicht akzeptieren. "Wir sprechen da vom sogenannten Wegerisiko", so Spirolke. "Das heißt: Wie der Arbeitnehmer zur Arbeit kommt, ist grundsätzlich seine Sache." Dass die Sperrung mehrere Monate dauert, mache da keinen Unterschied.
Mehr Verkehr auf den Ausweichstrecken
Besonders zu den Stoßzeiten kann es auf den Ausweichstrecken voller werden. Unter anderem diese Möglichkeiten gibt es:
- Weiträumig ausweichen ist ab Düsseldorf-Süd über die A46 und über die parallel verlaufende A3 möglich.
- Ab Langenfeld kann Monheim über die A542 erreicht werden.
- Alternativ kann auf der linken Rheinseite die A57 genutzt werden.
Um den Verkehr auf den lokalen Umleitungen möglichst flüssig zu halten, wurden sogenannte Bedarfsampeln eingerichtet. Diese sollen den Verkehr steuern, damit er möglichst gleichmäßig fließt, so die Autobahn GmbH. Zusätzlich soll im Dreieck Langenfeld die Verkehrsführung verbessert werden.
Tipp vom Verkehrsstudio: Wer nach Leverkusen möchte, sollte versuchen zeitlich flexibel zu fahren.
Sanierung: Austausch kaputter Betonplatten
Auf der A59 sind zahlreiche Betonplatten aus den 1970er-Jahren kaputt. Gebrochene Platten stellen ein erhebliches Risiko für Unfälle dar und müssen neu gemacht werden.
Wie die Autobahn GmbH mitteilt, wird jetzt die alte Betonfahrbahn komplett durch einen Aufbau aus Asphalt ausgetauscht. Asphalt erhärtet schneller als Beton und mindert zusätzlich Lärm. Darüber hinaus wird auch an insgesamt 18 Brücken gearbeitet.
Weitere Infos zur aktuellen Verkehrslage und zu Baustellen in NRW:
Über dieses Thema berichtet der WDR auch im Radio in den Verkehrsdurchsagen.
Quellen:
- Autobahn GmbH
- WDR-Verkehrsstudio
- WDR-Interview mit Matthias Spirolke, Fachanwalt für Arbeitsrecht, im WDR 5 Morgenecho am 15. Oktober 2025