Die Stadt will Autofahrer über Hinweistafeln frühzeitig auf Ausweichrouten lotsen. Pendler sollen über die A46 und die A3 geleitet werden. Dafür will die Stadt unter anderem Ampel-Grünphasen und Abbiegespuren in den südlichen Stadtteilen verlängern.
Lob und Kritik für die Stadt
Die Bezirkspolitiker lobten die Verwaltung, dass diese sich nach langem Zögern nun endlich verstärkt kümmere. "Die Stadt tut, was sie über Verkehrslenkungen tun kann", meint SPD-Vertreter Burkhard Schnieder.
Autobahn GmbH erschien nicht zur Sitzung
Anders als zunächst angekündigt, war kurzfristig kein Vertreter der Autobahn GmbH in der Sitzung der Bezirksvertretung anwesend, um den aktuellen Planungsstand zu erläutern und die vielen Fragen der örtlichen Politiker zu beantworten. "Das ist eigentlich ein mittlerer Skandal", so SPD-Mann Schnieder.
Eine Sprecherin des Unternehmens begründete das unter anderem damit, dass es keinen neuen Planungsstand zur Sperrung gebe. Bisher heißt es offiziell, dass "ab Herbst" die marode A59 saniert und dafür zunächst die Fahrtrichtung Leverkusen acht bis zehn Monate gesperrt werden soll.
Beginn der Sperrung "frühestens im Oktober"
Die Sperrung werde "frühestens im Oktober" beginnen, so die Sprecherin weiter. Aktuell laufe der Vergabeprozess für die erste Bauphase. Voraussichtlich werden die Arbeiten eher Anfang November beginnen. Dann werden wohl auch noch die Bauarbeiten auf der parallel laufenden A3 laufen, so dass dann auch auf den Ausweichrouten mit Einschränkungen zu rechnen sein wird.
Die Sorge vor einem Verkehrschaos sei bei vielen Anwohnern und Betrieben im Düsseldorfer Süden nach wie vor groß, berichtet SPD-Vertreter Burkhard Schnieder: "Viele Krankendienste, Praxen und andere haben Sorge, dass sie dann nicht mehr durchkommen und Termine nicht einhalten können."
Unsere Quellen:
- Stadt Düsseldorf
- Autobahn GmbH
- WDR-Interview mit Burkhard Schnieder, SPD-Mitglied Bezirksvertretung 10
