Anti-Merz-Grafitti: Anwalt übt heftige Kritik an zweiter Durchsuchung
00:34 Min.. Verfügbar bis 19.09.2027.
Die umstrittenen Ermittlungen nach Anti-Merz-Graffitis im sauerländischen Menden sorgen weiter für Ärger. Der Anwalt eines 20-Jährigen, der in Hamburg lebt, erhebt jetzt ähnlich schwere Vorwürfe. Sein Elternhaus im Raum Menden soll ebenfalls rechtswidrig durchsucht worden sein. Der junge Mann habe Beschwerde gegen die Durchsuchung des Elternhauses eingelegt, erklärt sein Rechtsanwalt Markus Kisler.
Es habe nur einen anonymen Hinweis gegeben. "Da wurden lediglich die beiden Namen genannt. ", sagt Anwalt Markus Kisler. Genau die gleiche Kritik äußerten Juristen im Fall von Nele Krusinski, der Mendener Juso-Vorsitzenden, die bei dem Vorfall gerade mal 17 Jahre alt war. Auch ihr Elternhaus wurde durchsucht.
So kann man jeden verleumden und anschwärzen. Markus Kisler, Rechtsanwalt
Mandant zur Tatzeit offenbar nicht in Menden, sondern in Hamburg
Erschwerend komme hinzu, dass nicht die Wohnung des Betroffenen 20-Jährigen durchsucht worden sei, sondern das Haus der Eltern: "Für Unbeteiligte gelten aber noch einmal höhere Hürden", sagte Kisler. Und, sein Mandant könne belegen, dass er zur Tatzeit in Hamburg war.
Heftige Kritik an Entscheidung
Wie auch bei der Juso-Vorsitzenden sei der Durchsuchungsbeschluss unter Umgehung der Staatsanwaltschaft erwirkt worden, obwohl keine Eilbedürftigkeit vorgelegen habe. Der Fall der jungen SPD-Politikerin ist inzwischen vom Landgericht als rechtswidrig eingestuft worden.
Ende Januar waren vor einem Auftritt des damaligen CDU-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz in Menden großflächige Schmierereien gegen den CDU-Vorsitzenden und seine Partei rund um die Schützenhalle gefunden worden.
Unsere Quelle:
- dpa