Stünzelfest - Wer hat die schönste Kuh?

WDR 03:15 Min. Verfügbar bis 16.06.2028

Tradition in Wittgenstein Stünzelfest - Wer hat die schönste Kuh?

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Zum 194. Mal präsentieren die Viehzüchter aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein ihre Tiere auf dem Stünzel. Tausende Besucher strömen zu der Kreistierschau mit Volksfest-Charakter. Mittendrin dabei: Familie Winter aus Bad Berleburg mit ihren Fleischrindern.

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Christian Albrecht

Mit Bürste und Haarspraydose versucht Johanna Winter die hintere Partie ihres Jungrindes besonders hervorzuheben. Denn gleich soll Ute, so heißt das zwei Jahre alte Rind, die Jury beeindrucken. "Natürlich freut man sich, wenn man gewinnt, man hat da auch viel Arbeit reingesteckt", sagt Winter. Die Zuchtrinder ihrer Familie gehören immer mit zu den Favoriten.

"Es ist auf jeden Fall Tradition, ich mache hier schon mit seitdem ich ganz klein bin." Johanna Winter, Jungzüchterin

Das Stünzelfest ist eine Familientradition

Johanna Winter steht neben ihrem braungefärbte Limousin-Rind Ute

Johanna Winter und ihr Limousin-Rind Ute

Johanna gehört zu den Jungzüchtern. Die 20-Jährige gewann vergangenes Jahr mit Ute sowohl in der Kategorie der Vorführung als auch in der Klasse "Typtier", das heißt: Ute war eine der Schönsten der Rasse "Limousin". Aber die Konkurrenz ist beachtlich groß und vor allem gut: Die Fleischrind-Züchter im Wittgensteiner Land zählen mit ihren Tieren deutschlandweit zu den Besten, viele waren auch schon Bundessieger.

Elias Winte steht neben dem braunen Rind Vespa, das eine blaue Scherpe um den Hals trägt

Der 13-jährige Elias Winter mit der prämierten Vespa

Rind Ute hat anscheinend an diesem Morgen um 8 Uhr früh noch nicht so richtig Lust. Sie bleibt immer wieder stur stehen. Das 650 Kilo schwere Rind lässt sich nicht wie gewünscht von Johanna Winter vor den Augen der Preisrichter durch den Ring ziehen. Die Konkurrenz kommt ausgerechnet aus dem eigenen Stall: Ihr 13-jähriger Bruder Elias gewinnt diesmal in der Kategorie Vorführung den Jungzüchter-Wettbewerb mit seinem Tier Vespa. "Na ja, Hauptsache es bleibt in der Familie!", lacht Johanna.

"Die Champions League der Kreistierschauen." Preisrichter und Auktionator Thorsten Kirstein aus Niedersachsen über das Stünzelfest

Wittgenstein, eine Hochburg der Rinderzüchtung

Anmutige Edelblut-Haflinger, schwarzbuntes Milchvieh, mächtige Charolais-Rinder oder grau gehörnte Walliser Schwarznasenschafe: Über 80 Rassen finden Besucher und Fachpublikum auf dem Stünzelfest. Gerade auf diese Vielfalt legt Dietmar Winter viel Wert. Seine Familie ist eng mit dem Stünzelfest verbunden, seit über 80 Jahren und drei Generationen sind sie jedes Jahr dabei, auch in der Organisation.

Deutschlandweit gehöre diese Kreistierschau zu denen mit den meisten Tieren, so Winter. Die Landwirte stemmen zusammen im Landwirtschaftlichen Kreisverein Wittgenstein jedes Jahr dieses Fest gemeinsam.

"Jeder Wittgensteiner ist stolz auf unser schönes Stünzelfest, das ist einfach Kult." Dietmar Winter, Rinderzüchter und Mitorganisator Stünzelfest
Mitglieder der Familie Winter knien vor ihren ihren prämierten Zwergzebu-Rindern

Familie Winter & Nachbarskinder mit ihren prämierten Zwergzebu-Rindern

Eine Auszeichnung bedeutet Ruhm und Ehre

In der Kategorie "Typtier" kann Ute dann doch noch die Preisrichter überzeugen. In dieser Bewertung beurteilt die Jury Aussehen und Körperbau des Rindes an. "Das zweite Jahr in Folge mit ihr", freut sich Johanna Winter. Am Ende kann die ganze Familie Winter jubeln: Stolze elf Auszeichnungen haben ihre Rinder der Rassen Limousin und Zwergzebu gewonnen.

Stünzelfest mit den besten Rindern Deutschlands

WDR 14.06.2026 00:47 Min. Verfügbar bis 13.06.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Dietmar Winter, Rinderzüchter
  • Landwirtschaftlicher Kreisverein Wittgenstein e. V.
  • Gespräche des WDR-Reporters vor Ort

Sendung: WDR.de, Stünzelfest und Rinderschau in Bad Berleburg, 14.06.2026, 9:02 Uhr

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