Immer wieder tote Schafe in Siegen-Wittgenstein

02:31 Min. Verfügbar bis 29.12.2027

Immer wieder tote Schafe in Siegen-Wittgenstein

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Über die Feiertage haben Hobbyzüchter in Neunkirchen-Wiederstein sechs tote Schafe gefunden. Es ist der dritte Fall innerhalb kurzer Zeit.

Der Schock bei Katharina Knetsch und Christoph Schmidt aus Neunkirchen-Wiederstein sitzt immer noch tief. Wo kurz vor Heiligabend ihre acht Schafe geweidet haben, sind heute nur noch ein paar Wollreste zu sehen. Ein Raubtier hat sechs der Tiere gerissen.

Ein Mann und eien Frau stehen auf einer Wiese

Katharina Knetsch und Christoph Schmid trauern um ihre Schafe.

Über den ganzen Hang verteilt haben sie die toten Schafe gefunden, teils mit abgerissenen Gliedmaßen. "Sowas habe ich bis jetzt noch nicht erlebt", erzählt Christoph Schmidt. Ihre Schafe haben sie mit der Hand aufgezogen, jedes hat einen Namen. Umso tiefer sitzt der Schmerz.

Schafsrisse häufen sich

Die beiden vermuten, dass ein Wolf die Tiere getötet hat. Erst einen Tag vorher war etwas Ähnliches im zehn Kilometer entfernten Liebenscheid in Rheinland-Pfalz passiert. Und auch in Südwestfalen häufen sich die Fälle: Heiligabend in Neunkirchen, eine Woche vorher zwei Angriffe in Lennestadt und Anfang Dezember das frei laufende Tier in der Lüdenscheider Innenstadt.

Wolle liegt verteilt auf einer Wiese

Auf der Wiese liegt noch die Wolle gerissener Schafe.

Offiziell als Wolfsfall bestätigt ist nichts davon, doch die Vermutung liegt nahe: Wölfe könnten zum ständigen Begleiter des Menschen geworden sein. "Dadurch, dass der Wolf keine natürlichen Feinde hat, müssen wir uns auf diese Situationen vermehrt einstellen", vermutet Jäger Alexander Jung.

Zaun hat nicht geholfen

Die Hobbyzüchter aus Neunkirchen-Wiederstein hatten versucht, ihre Tiere mit einem 90 cm hohen Elektrozaun zu schützen. Doch wie sich jetzt herausstellte, ist das ein unzureichender Schutz.

Ein Wolf blickt Richtung Kamera

Die Wolfspopulation in Deutschland wächst.

Es wird weiter darüber diskutiert, ob Wölfe bejagt werden dürfen. Klaudia Witte vom Naturschutzbund Siegen-Wittgenstein sieht darin allerdings keine langfristige Lösung: "Wenn dieser Wolf geschossen wird, wird er in zwei Jahren von einem anderen ersetzt und der Lernprozess beginnt bei Null."

Schafsrisse in Südwestfalen

WDR Studios NRW 29.12.2025 00:54 Min. Verfügbar bis 29.12.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Hobbyzüchtern
  • Naturschutzbund Siegen-Wittgenstein

Sendung: WDR 2 Südwestfalen, Lokalzeit, 29.12.2025, 14:31 Uhr Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 29.12.2025, 19.30 Uhr

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