Landwirt aus Eslohe ist "Bester Rinderhalter im deutschsprachigen Raum"
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In Berlin hat Stefan Fuchte am Abend die Auszeichnung als "Bester Rinderhalter im deutschsprachigen Raum" erhalten. Vor einigen Monaten hat sich der Landwirt für den Ceres Award beworben und hätte niemals gedacht, dass er den Preis ins Sauerland holt.
Es ist ein aufregender Tag für Stefan Fuchte. Denn er steht an seinem 53. Geburtstag auf der Bühne in Berlin und hält die Auszeichnung in der Kategorie "Bester Rinderhalter im deutschsprachigen Raum" in die Luft.
Im Finale waren insgesamt 21 Landwirte aus Deutschland, Italien und Österreich. In insgesamt sieben Kategorien wurden die Sieger ausgezeichnet. Es ist mit die wichtigste internationales Auszeichnung für Landwirte in Europa.
Ohne Team Preis nicht möglich
Mit dabei in Berlin sind seine Kinder. Drei davon werden in Zukunft auch seinen Hof in Eslohe weiterführen. Auch einige seiner Mitarbeiter feiern in Berlin mit. Es ist ein Dankeschön an sie, denn ohne sein Team wäre der Preis nicht möglich gewesen.
Jury beeindruckt vom Milchkuhhof
Jeden Morgen versorgen sie alle über 500 Rinder. Drei Mal am Tag werden die Milchkühe gemolken. Mit viel Liebe, Respekt und Leidenschaft pflegt und kümmert sich der 53-Jährige und sein Team um die Tiere.
Ich sehe die Rinder eher als meine Mitarbeiter, als nur als Nutztiere. Je besser man sie pflegt, desto wohler fühlen sie sich. Stefan Fuchte, Landwirt aus Eslohe
Die Milchkühe haben viel Platz, gutes Futter und wenig Stress. Nur so ist zur erklären, dass der Rinderwirt die Milchproduktion jedes Jahr erhöhen kann. Seine Milchkühe liefern bis zu 13.000 Liter Milch pro Tag.
Jury beeindruckt Fortschritt - per Chip Vitalwerte der Tiere abrufen
Jedes Tier hat einen Chip im Körper. So erhält Stefan Fuchte jederzeit die Vitalwerte jedes einzelnen Tieres auf seinem Mobiltelefon. Also Angaben darüber, wie hoch die Temperatur ist, ob die Kuh kalbt oder wie die Verdauung des Tieres aussieht. So kann auch sein Team viel eher erkennen, ob ein Tier erkrankt ist und kann so schneller handeln. Die Jury zeigte sich beeindruckt vom Fortschritt auf dem Milchkuhhof.
Ganzheitliches Konzept überzeugt
Jeden Tag fallen auch mehrere Tonnen Mist an. Aber auch dafür hat Stefan Fuchte eine Lösung. Er hat eine Biogas-Anlage gebaut und nutzt seine eigene Energie. "Das senkt meinen CO2 -Abdruck. Ich nutze die Gülle und den Mist und wandle das in etwas Sinnvolles um", erklärt der Landwirt.
Eigene Energie und Wärme mit dem Dorf teilen
Sein neuestes Projekt realisiert er noch in diesem Winter. Er will die eigene Energie und Wärme von seinem Hof mit dem Dorf teilen. Die Rohre sind bereits verlegt. Die Nachbarn haben alle mitangepackt und sind froh, dass Stefan Fuchte sie nun mit günstiger Energie und Wärme versorgt.
"Ich will nicht das große Geld damit verdienen. Ich möchte das meine Nachbarn ebenfalls in die Genuss dieser Bio- Energie kommen. Das stärkt auch die Dorf-Gemeinschaft", betont der Rinderwirt aus Eslohe.
Für den Ceres Award in der Kategorie "Bester Rinderwirt im deutschsprachigen Raum" erhält Stefan Fuchte 1.000 Euro.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Stefan Fuchte aus Eslohe, Rinderhalter und Preisträger