Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen: Auto-Kennzeichen gefunden

Lokalzeit Ruhr 05.01.2026 02:37 Min. Verfügbar bis 05.01.2028 WDR Von Nathalie Arendt-Koslowski

Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen: Auto-Kennzeichen gefunden

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Nach dem Sparkassen-Einbruch wurden jetzt die Kennzeichen eines der beiden vedächtigen Autos am Dortmunder Hauptbahnhof gefunden.

Es könnte die erste heiße Spur nach dem spektakulären Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen sein: Die Kennzeichen eines der beiden mutmaßlich beteiligten Auto sind gefunden worden.

Wie die Polizei Gelsenkirchen am Montagnachmittag bekannt gab, hatte ein aufmerksamer Zeuge die beiden Hannoveraner Kennzeichen am Sonntagmittag nahe des Hauptbahnhofes auf dem Boden entdeckt und sofort in eine naheliegende Bundespolizeiwache gebracht.

Gelsenkirchener Polizeibeamte stellten die Nummernschilder daraufhin sicher. Es handelt sich um die Kennzeichen des gesuchten schwarzen Audi RS 6. Die Polizei bittet Zeugen darum, sich zu melden, sollten sie etwas Nahe des Fundortes beobachtet haben.

In einem Multimedia-Beitrag zeichnen wir den Tat-Hergang chronologisch nach - anhand von Fakten, Informationen aus Sicherheitskreisen, Einschätzungen von Experten und Zeugenberichten:

Fotofahndung zu Fluchtautos dauert an

Die Kennzeichen des zweiten mutmaßlich beteiligten Fahrzeugs, eines weißen Mercedes Kastenwagens, wurden bislang noch nicht gefunden. Die Gelsenkirchener Polizei hatte am Samstag Fotos der beiden Autos auf ihrer Website veröffentlicht.

Loch in der Wand des Kellers einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen

Der Schaden soll bei über 100 Millionen Euro liegen

Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über den Fund der Schilder berichtet. Im Bericht hieß es zunächst, die sie seien in einem Mülleimer am Dortmunder Hauptbahnhof gefunden worden.

Beute möglicherweise über 100 Millionen Euro?

Bild und Presseagentur dpa wollen aus Sicherheitskreisen erfahren haben, dass die Schadenssumme bei über 100 Millionen Euro liegen könnte. Einzelne Kunden haben demnach angezeigt, dass sie mehr als 500.000 Euro in ihren Schließfächern gehabt hätten. Bestätigt hat die Polizei diese Summe bisher nicht. Ein Sprecher sagte dem WDR, dass erst mit allen Geschädigten gesprochen werden muss, um die tatsächliche Summe zu ermitteln. Bis dahin bleibt die Polizei bei ihrer Schätzung von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Die Sparkasse und die Gelsenkirchener Polizei bitten die Kunden jetzt darum, eine Inventarliste ihres Fachs zu erstellen und Nachweise zu liefern, zum Beispiel in Form von Fotos.

Ob in einigen Schließfächern auch Sachen gelagert wurden, die man dort nicht langern darf, bestätigt die Gelsenkirchener Polizei ebenfalls nicht. Vorher hatte ebenfalls die Bild berichtet, das Ermittlern die Herkunft der Gelder teilweise komisch vorkomme - demnach könne es sich um Schwarzgeld oder auch Gelder von Clans handeln. Betroffene sprachen vielfach von "Hochzeitsgeldern", schrieb die dpa.

Sparkasse in Gelsenkirchen weiter geschlossen

Die Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer wird noch für einige Tage geschlossen bleiben. Laut Sparkasse werden noch immer Schäden erfasst und behoben. Das Loch im Tresorraum sei inzwischen aber von Spezialisten geschlossen worden.

Bei dem spektakulären Einbruch gelangten mehrere Täter mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen-Buer. Dort knackten sie fast alle der über 3.000 Schließfächer und entkamen mit einem Fluchtauto. Der Beutezug soll sich möglicherweise über mehrere Tage hingezogen haben.

Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen: Auto-Kennzeichen gefunden

WDR Studios NRW 05.01.2026 00:41 Min. Verfügbar bis 06.01.2028 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
  • Polizei Gelsenkirchen
  • WDR-Reporterin vor Ort
  • Sparkasse Gelsenkirchen
  • "Bild"-Zeitung

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