48-Stunden-Lauf in Unna startet im Bornekamp Park
WDR. 04:25 Min.. Verfügbar bis 12.06.2028.
Es geht um Spaß und um den guten Zweck, sagt Jan-Philipp Struck mit einem Lächeln. Vor vier Jahren hat der Kamener Ultra-Läufer mit einem Freund in einer Kneipe zusammen gesessen. "Es war eine Bierdeckel-Idee. Wir wollten ein besonderes Event für Laufbegeisterte einrichten".
Startgeld für den guten Zweck
So entstand der 48-Stunden-Lauf im Bornekamp-Park in Unna. Inzwischen ist die Veranstaltung so beliebt, dass sie schon zum vierten Mal stattfindet. Mehr als 300 Extrem-Läuferinnen und Läufer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland sind in diesem Jahr dabei. Nebenbei wird für den guten Zweck gesammelt: das Startgeld von 130 Euro pro Teilnehmer geht an den ambulanten Kinderhospizdienst im Kreis und den Tierschutzverein in Unna.
Wer eine Pause braucht, legt sich ins Zelt.
Wer nicht mehr kann, legt sich ins Zelt
Ab Freitag abend verwandelt sich der kleine Bornekamp-Park in Unna in ein großes Zeltlager. Wer die 48 Stunden nicht durchlaufen kann, legt sich ins Zelt, um Pause zu machen. "Manche kommen mit sehr wenig Schlaf aus", sagt Veranstalter Jan-Philipp Struck.
Prominenter Ultraläufer aus Solingen am Start
In diesem Jahr ist zum Beispiel der bekannte solinger Ultra-Läufer Wolfgang Schwerk mit dabei. Der 71-Jährige ist ein Schwergewicht der Ultra-Szene. Er ist schon quer durch Australien gelaufen und hat den 5000 Kilometer-Lauf in New York innerhalb von 43 Tagen absolviert.
Beim 48-Stunden-Lauf in Unna geht es vor allem um die Freude am Laufen. Und die ist spürbar. Viele Angehörige der Teilnehmenden sind dabei, helfen beim Catering und feuern natürlich an.
Livestream zum Mitfiebern
Mario Windelschmidt und Jan-Philipp Struck haben den Spendenlauf organisiert
"In diesem Jahr wollen wir zum ersten Mal ein Livestreaming über die 48 Stunden anbieten", sagt Veranstalter Struck. Dann können Familien, Freunde und Fans den Lauf jederzeit und überall mitverfolgen.
Um 18 Uhr fiel der Startschuss in Unna. Auch bei schlechtem Wetter und Dauerregen gehen die Läufer an den Start. Beim Laufen selbst sei es egal, ob es regnet, sagt Jan-Philipp Struck, der auch selbst mitmacht. "Nur die Pausen in den Zelten sind dann ungemütlich, weil alles so feucht ist". Aber Ultra-Läufer sind hart im Nehmen.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Veranstalter Jan-Philipp Struck
- Eindrücke WDR-Reporterin vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Dortmund, 12.06.2026, 19:30 Uhr