Drei Frauen laufen einen Weg entlang, sie tragen Schwarz und Jeans, in ihren Händen halten sie technische Geräte, unter anderem zwei Kameras und ein Tablet

Maria Reich, Sandra Schauer und Madlen Matthes hoffen, auf Schloss Bladenhorst Geister aufzuspüren

Gespenstern auf der Spur: Die Geisterjägerinnen auf Schloss Bladenhorst

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Seit jeher kursieren Legenden über den Spuk auf dem Schloss Bladenhorst in Castrop-Rauxel. Unterwegs mit drei Frauen, die dort Geister aufspüren wollen und tatsächlich auf ein unerklärliches Phänomen stoßen.

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Mirjam Ratmann steht vor einer weißen Wand und schaut in die Kamera
Mirjam Ratmann
und (Text) und Olaf Tack (Multimedia)

Dass es auf dem Schloss Bladenhorst in Castrop-Rauxel spukt, davon sind Maria Reich, Sandra Schauer und Madlen Matthes vom "Ghostteam Leverkusen" überzeugt. Während die eine ihren Army-Rucksack schultert, der ihren gesamten Rücken bedeckt, tragen die anderen schwarze und silberne Metallkoffer und Technik-Equipment in den Rittersaal des Wasserschlosses. Heute Abend wollen die drei Frauen in dem Schloss Geister jagen.

Schloss Bladenhorst zieht Geisterjäger an

Das Schloss Bladenhorst ist fast 800 Jahre alt und wurde 1280 erstmals urkundlich erwähnt. Von der einstigen Ritterburg aus dem 13. Jahrhundert ist nichts mehr erhalten. Stattdessen prägen Umbauten aus dem 16. Jahrhundert im Stil der Spätrenaissance das Bild der Schlossmauern.

Renaissance-Schloss aus hellbraunem Backstein und grün-weißen Türmchen, umgeben von einem Wassergraben und einer grün-überwucherten Steinbrücke

Das Schloss Bladenhorst in Castrop-Rauxel ist seit 2007 in Privatbesitz

Heute werden im Rittersaal unter anderem Hochzeiten abgehalten. Immer noch ist er mittelalterlich dekoriert, es hängen Schwerter an der Wand und links in der Ecke steht eine Ritterrüstung. Auch die Geisterjägerinnen Reich, Schauer und Matthes steuern als Erstes den Rittersaal an und packen Kameras aus, um die Geister später möglicherweise "einfangen" zu können. "Somit können wir sehen, ob hier etwas passiert, selbst wenn wir nicht im Raum sind", erklärt Matthes.

Diese technischen Hilfsmittel sollen Geister aufspüren

00:10 Min. Verfügbar bis 09.05.2027

Da das Schloss Bladenhorst in Privatbesitz ist, können sich die drei Geisterjägerinnen nicht einfach so auf dem Schlossgelände umsehen. Sie brauchen dazu die Genehmigung des Schlossbesitzers, der sie gerne erteilt hat. Er sei "hoffnungsfroh" und gespannt, was gefunden wird, sagt Bodo Möhrke.

Auf Schloss Bladenhorst soll es seit jeher spuken. Legenden zeugen von einer weißen Frau, die gesichtet worden sein soll. Daher ist der Ort regelmäßig Schauplatz für Veranstaltungen von Geisterjägern. Besonders bekannt sind die "Ghosthunter NRW", die seit 15 Jahren in NRW auf Geisterjagd gehen und ihre Geisterjagden auch filmen. Auf YouTube haben sie knapp 6.000 Follower.

Mit technischen Mitteln Geister einfangen

Nachdem der Rittersaal präpariert ist, begeben sich die drei Geisterjägerinnen in den Keller von Schloss Bladenhorst. Dort legen sie Fallen für die Geister aus. Dazu verteilen sie Strahler auf dem Boden, die bei Bewegung aufleuchten. Eine Kamera, die dies einfangen könnte, stellen sie ebenfalls im richtigen Winkel auf.

Nachts soll man besonders gut Geister entdecken können

00:33 Min. Verfügbar bis 09.05.2027

Mit einer umgebauten Spielkonsolenkamera, die Bewegungen im Hintergrund aufzeichnen kann, laufen Reich, Schauer und Matthes kurze Zeit später über den Schlosshof. Noch herrscht Stille auf den Bildschirmen und Geräten. Besser soll man Geister aber ohnehin nachts aufspüren können.

Die Zeichen für Geister sind da - oder?

Sind die Kameras erst einmal im Nachtsichtmodus, leuchtet das Bild grün-weiß. Aus dem Aufnahmegerät ertönt ein unverständliches Rauschen, unterbrochen von Geräuschen ähnlich Telefon-Wähl-Tönen. "Da ist auf jeden Fall was", sagt Matthes. "Aber ich kriege nicht raus, was der da gesagt hat."

Nachts geschehen auf Schloss Bladenhorst unerklärliche Dinge

00:12 Min. Verfügbar bis 09.05.2027

Die Aufnahmegeräte und Kameras bleiben die gesamte Nacht über an und zeichnen tatsächlich etwas Ungewöhnliches auf: Eine Tür fällt ohne sichtbares Zutun eines Menschen zu. Ansporn für die nächste Geisterjagd.

Über dieses Thema haben wir auch am 14.04.2025 im WDR-Fernsehen berichtet: Lokalzeit Dortmund, 19.30 Uhr.

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