Dritter Brustkrebslauf in Dorsten: Sportler sammeln Spenden | Aktuelle Stunde
00:36 Min.. Verfügbar bis 25.05.2027.
Am Sonntagvormittag hängen über Dorsten die Regenwolken. Mit dem Wetter haben die Sportlerinnen und Sportler leider Pech gehabt, viele kommen klitschnass ins Ziel. Die Stimmung an der Strecke, im Start- und Zielbereich ist trotzdem gut. Vor allem die Kinder freuen sich über die Medaillen, die sie im Ziel um den Hals gehängt bekommen.
Die drei Veranstalter des Brustkrebslaufs: Andreas Schilasky, Khadijeh Mohri und ihr Mann Ali Abdali (von links).
Beim Dorstener Sponsorenlauf steht der sportliche Erfolg eher im Hintergrund. Wichtiger ist, dass viel Geld für die Brustkrebshilfe in der Stadt zusammenkommt. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit mehr als 50.000 Euro. "Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie toll das ist", sagt Mitveranstalterin Khadijeh Mohri. "Das zeigt, wie stark die Gemeinschaft hier ist. Das war unser Ziel: Menschen zusammenbringen und das Thema in den Vordergrund stellen."
Mitveranstalterin war selbst an Brustkrebs erkrankt
Khadijeh Mohri war vor dreieinhalb Jahren selbst an Brustkrebs erkrankt, mittlerweile ist sie krebsfrei. Damals ist sie auf die Idee gekommen, auch in Dorsten einen Sponsorenlauf gegen Brustkrebs an den Start zu bringen. Also hat sie zusammen mit ihrem Mann und Fitnesstrainer Andreas Schilasky nach Sponsoren und Unterstützern gesucht, Kontakte geknüpft und 2023 die erste Auflage des Brustkrebslaufs organisiert.
Brustkrebslauf in Dorsten beliebt
Im Bürgerpark präsentiert eine Perückenmacherin einige ihrer Modelle.
Mittlerweile erfreut sich der Brustkrebslauf großer Beliebtheit in der Stadt. Neben Sportlern, Besuchern und vielen Familien kommen auch Aussteller in den Bürgerpark Maria Lindenhof. Mit dabei sind zum Beispiel eine Perückenmacherin oder Tätowierer, die Brustwarzen tätowieren. Beide können während oder nach der Chemotherapie wichtige Ansprechpartner für erkrankte Frauen sein. "Alles, was mit Brustkrebs zu tun hat, holen wir hier in eine freundliche Umgebung", erklärt Khadijeh Mohri.
Brustzentrum Dorsten droht die Schließung
Ein großer Teil der gesammelten Spenden geht auch in diesem Jahr wieder ans Brustzentrum im Dorstener St. Elisabeth-Krankenhaus. Durch die Krankenhausreform droht genau diesem Brustzentrum allerdings auch die Schließung. Um "dieses wichtige medizinische Angebot" zu retten, haben die Veranstalter des Brustkrebslaufs eine Petition mit knapp 5.000 Unterschriften auf den Weg gebracht. Sie hoffen weiterhin, dass das Zentrum in Dorsten bleiben kann.
Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- Brustkrebshilfe Dorsten
- Stadt Dorsten