Mit der Kampagne will die Polizei Duisburg für einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerkskörpern zu Silvester sensibilisieren und Verletzungen verhindern. Die Idee dazu entstand laut Polizei nach mehreren Böller-Unfällen an Halloween.
Polizei Duisburg will "wachrütteln und warnen"
Das erste von drei Videos ist auf den Social-Media-Kanälen der Polizei Duisburg (Facebook, Instagram, X und WhatsApp) sowie auf dem TikTok-Kanal des Landesamtes für Aus- und Fortbildung NRW veröffentlicht worden, zwei weitere sollen an den kommenden beiden Sonntagen folgen.
Im ersten Video ist eine vom Landeskriminalamt mit dem 3D-Drucker hergestellte, realistisch aussehende menschliche Hand zu sehen, in der ein Silvesterböller explodiert. Das Video soll zeigen, welche Verletzungen entstehen können.
"Wir wollen an Silvester keine abgesprengten Finger, Hände oder andere Gliedmaßen einsammeln müssen." Julia Tekock, Polizeioberkommissarin
Mit den Kurzfilmen will die Behörde über die Risiken aufklären, die selbstgebastelte Böller und Feuerwerkskörper mit sich bringen können. "Wir packen das Thema Böller-Prävention an, um die junge Generation wachzurütteln und zu warnen. Pyrotechnik kann gefährlich sein. Experimente mit selbstgebastelten Böllern sind nicht nur teilweise verboten, sondern auch lebensgefährlich und dumm", sagt Julia Tekock, Sprecherin der Duisburger Polizei.
Zerfetzte Hände und bleibende Schäden
Der Umgang insbesondere mit illegalen Böllern führt laut Polizei jedes Jahr zu heftigen Verletzungen, darunter Knalltraumen, Verbrennungen, abgerissene Finger oder ganze Hände, Atemnot und Verätzungen. Auch Blindheit oder Taubheit können demnach Folgen solcher Explosionen sein. Die Kampagne solle bewusst schockieren, damit sie in den Köpfen bleibe.
"Unsere Kolleginnen und Kollegen draußen im Einsatz haben teilweise die echten Verletzungen der Kinder gesehen, die mit Böllern hantiert hatten - zerfetzte Hände, bleibende Schäden. Viele unterschätzen diese Gefahr", sagt Tekock weiter. Teil der Präventions-Kampagne ist auch eine neue Internetseite mit weiteren Informationen.
NRW-Innenministerium empfiehlt Kampagne weiter
Die Polizei Duisburg weist darauf hin, dass Silvesterfeuerwerkskörper nur in lizenzierten Geschäften, wie zum Beispiel Supermärkten, ge- und verkauft werden dürften. Nur dort könne man sicher sein, in Deutschland zugelassenes und damit sicheres Feuerwerk zu erhalten.
Das NRW-Innenministerium befürwortet die Aktion und hat bereits allen Polizeidienststellen im Land empfohlen, die Kampagne zu übernehmen.