Böllerverbot? Sorgen bei Feuerwerkhersteller Nico aus Remscheid
01:43 Min.. Verfügbar bis 02.12.2027.
Für den bergischen Feuerwerkshersteller Nico aus Remscheid sind es die wichtigsten Wochen des Jahres. Zahllose Pakete werden gepackt: das Unternehmen liefert Feuerwerkskörper nach Österreich, die Schweiz und Deutschland.
Böllerverbot wäre schwerer Schlag für Firmen
Seit Corona ist die Nachfrage laut dem Unternehmen stark gestiegen - sie liege jetzt etwa 60 Prozent über dem Niveau von 2020. Ein Böllerverbot, ein Aus der privaten Böllerei würde das Unternehmen schwer treffen. Ein breites Bündnis fordert genau das von der Politik. Vor allem aus Gründen des Umweltschutzes.
Bei einigen Feuerwerkherstellern in NRW ist die Nachfrage auf Rekordniveau
Geschäftsführer Nicolas Kandler ist aber auch aus anderen Gründen klar gegen ein Verbot. Er befürchtet, Verbote könnten den Schwarzmarkt pushen und am Ende dann für mehr Gefahren sorgen. "Dieses illegale Feuerwerk ist dann verantwortlich für die Verletzungen von denen wir dann am Neujahrstag sehen, hören und lesen, denn wir hier in Deutschland haben einen sehr hohen Sicherheitsstandard", sagt er.
Gemischte Meinungen in der Bevölkerung
Ob mögliche Änderungen bei der Innenministerkonferenz beschlossen werden ist aber noch unklar. Die Deutsche Umwelthilfe fordert schon länger ein Aus für die private Böllerei. Einzelne Städte organisieren bereits ein zentrales Feuerwerk, örtlich gibt es Verbotszonen für Böller und Raketen.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Nico-Geschäftsführer Nicolas Kandler
- Gespräch mit Pressesprecher der Firma Nico
- Gespräch mit Pressevertreter der Innenministerkonferenz
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 02.12.2025, 18:09 Uhr