Neuer Dortmunder Oberbürgermeister Alexander Kalouti im Amt

Lokalzeit aus Dortmund 30.10.2025 03:17 Min. Verfügbar bis 30.10.2027 WDR Von Kay Bandermann

Neuer Dortmunder Oberbürgermeister Alexander Kalouti im Amt

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Mit Alexander Kalouti übernimmt nach fast 80 Jahren SPD-Herrschaft ein CDU-Politiker das Amt des Oberbürgermeisters in Dortmund. Doch die sonst übliche Amtsübergabe fand nicht statt. Kalouti und sein Vorgänger Thomas Westphal fanden keinen gemeinsamen Termin.

Von Kay Bandermann

Zeitenwende in der größten Stadt des Ruhrgebiets. Seit 0:00 Uhr ist das Dortmunder Rathaus nicht mehr "rot". Der 57-jährige Alexander Kalouti ist der erste gewählte Oberbürgermeister seit 1946, der kein SPD-Parteibuch hat.

Noch sei er entspannt, sagt Kalouti. Aber er wisse auch, dass die Aufregung steigen werde, etwa bis zur konstituierenden Ratssitzung am 13. November. "Das kenne ich von früher und weiß auch damit umzugehen", sagt der gelernte Schauspieler.

Crashkurs OB: Zuhören und Lesen

Die vergangenen Wochen seit der Stichwahl vom 28. September hat Kalouti intensiv genutzt. Viele suchen das Gespräch mit "dem Neuen". Vor allem die erfahrenen CDU-Ratspolitiker machen ihn mit Fakten und Positionen vertraut. Aber vor allem muss Kalouti lesen. Allein die Hauptsatzung der Stadt Dortmund mit der Geschäftsordnung für den Rat ist mit allen Anhängen ist über 100 Seiten lang. "Texte büffeln" - auch das erinnert Alexander Kalouti an die Zeit, als er Schauspieltexte auswendig lernen musste.

Das Dortmunder "Stadtbild" gefällt ihm nicht

Als dringendste Aufgabe sieht er das Thema "Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung". Mit dem vielzitierten "Stadtbild" ist er in Dortmund überhaupt nicht zufrieden: "Zu viel Bettelei, zu viel Drogenkonsum, zu viele Leerstände."

Kalouti fordert "mehr Urbanität und Aufenthaltsqualität" und nennt den beliebten Feierabendmarkt als gelungenes Beispiel dafür, was man tun müsse, um Menschen in die Stadt zu locken.

Weiter unklare Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat

Wie er das durchsetzen will, ist unklar. Eine Mehrheit im Rat hat er nicht hinter sich. Seine CDU ist nur die zweitstärkste Fraktion hinter der SPD. Angesichts der Konstellation mit einem Dutzend Fraktionen und Gruppen gilt das auch als (fast) aussichtslos. Kalouti sagt, er wolle sich für seine Themen die Mehrheiten von Fall zu Fall zusammensuchen.

Unsere Quellen:

  • Interview mit Alexander Kalouti

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