Das Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg und die entschäfte Bombe
Etwas mehr als zwei Stunden hat die Entschärfung der 250 Kilogramm schweren Weltkriegsbombe gedauert. Nun ist sie erfolgreich beendet. Auch der Bahnverkehr rollt wieder. Es kann noch zu Verspätungen kommen.
Auch Einrichtung für Blinde wird evakuiert
In einem Umkreis von 250 Metern hatten seit 13 Uhr Wohnhäuser, Arztpraxen und Bürogebäude evakuiert werden müssen. 1000 Menschen waren betroffen. Mitarbeitende des Ordnungsdienstes der Stadt und Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk klingelten bei den betroffenen Haushalten und sprachen Anwohner an. Etwa 40 Anwohner hatten im Schulzentrum Boelerheide während der Evakuierung ausgeharrt.
Der Evakuierungsradius betrug 250 Meter.
Auch Straßensperrungen wurden errichtet. Für die Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe musste auch eine Einrichtung für Blinde mit Wohnheim und Werkstatt evakuiert werden. Altenheime waren nicht betroffen.
Regionalverkehr betroffen
Seit 15:45 Uhr lief dann die Entschärfung. Weil die Bombe direkt neben Bahngleisen gefunden wurde, war auch der Regionalverkehr betroffen. Fernzüge aber nicht, die fahren zurzeit wegen einer Streckensanierung sowie nicht über Hagen. Züge der Linien RB40, S5, RE17 und RE57 fielen wegen der Bombenentschärfung rund um Hagen aus. Auch der RE7 und der RE16 waren betroffen. Fahrgäste sollten sich zeitweise bei zuginfo.nrw und in den Online-Portalen der Bahn informieren.
Bombe vor zwei Wochen bereits im Verdacht
Schon vor etwa zwei Wochen war bekannt geworden, dass es in Hagen-Eckesey einen Verdachtspunkt für eine Bombe gibt. Der Verdacht hat sich bei der Überprüfung des Kampfmittelräumdienstes am Dienstag bestätigt.
Unsere Quellen:
- WDR-Gespräch mit der Stadt Hagen
- WDR-Gespräch mit der Presstelle der Deutschen Bahn
- Pressemitteilung der Stadt Hagen
- zuginfo.nrw
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 23.06.2026, 12:31 Uhr
Sendung: WDR.de, Bombe in Hagen erfolgreich entschärft, 18:15 Uhr