Tödliche Unfälle: Westfalenbad in Hagen verschärft Sicherheitsregeln
WDR. 02:29 Min.. Verfügbar bis 01.04.2028.
Zwei tragische Badeunfälle sind in den vergangenen zwei Jahren im Hagener Westfalenbad passiert: Ein Mädchen (5) und eine Junge (7) sind im Nichtschwimmerbereich ertrunken. Sowas soll sich auf keinen Fall wiederholen dürfen, das will der Betreiber des Hallenbads, die Hagenbad GmbH, deutlich machen. Deshalb startet am Mittwoch eine neue Initiative, die auf mehreren Ebenen für mehr Sicherheit sorgen soll.
Hagener Freibäder und Westfalenbad: Strengere Zutrittsregeln für Kinder
Ab dem 1. April gilt im Westfalenbad und in den Hagener Freibädern folgende Regelung: Kinder unter 10 Jahren dürfen nur noch in Begleitung einer mindestens 16-jährigen Aufsichtsperson ins Bad. Eine Person darf maximal zwei Kinder begleiten. Kinder unter 14 Jahren dürfen nicht mehr alleine in die Schwimmbäder, es sei denn, sie können ein Bronze-Schwimmabzeichen nachweisen.
Die Einhaltung der neuen Zutrittsregeln werde stichprobenartig kontrolliert, kündigt Presseprecherin Alicia Pieper an. Man müsse die Eltern und auch die Kinder stärker sensibilisieren und noch deutlicher auf die Gefahren hinweisen, damit solche schlimmen Unfälle wie in der Vergangenheit nicht passieren.
Hagenbad plant mehr Schwimmkurse
Mit mehreren Sicherheitstagen will außerdem man gezielt Familien ansprechen und über Gefahren, Schwimmhilfen und Notfälle informieren. Solche Tage seien Teil einer breiten Informationskampagne, die das ganze Jahr über stattfinde, so Pressesprecherin Alicia Pieper.
Hagenbad will auch mehr Schwimmkurse anbieten. Deshalb seien im Westfalenbad insgesamt 12 Kursreihen zur Wassergewöhnung für Kleinkinder und 35 Schwimmkurse vom Seepferdchen bis zum Silberabzeichen geplant.
Unsere Quellen:
- Hagenbad GmbH
- Pressesprecherin Alicia Pieper (Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH)
Sendung: WDR.de, Tödliche Unfälle: Westfalenbad in Hagen verschärft Sicherheitsregeln, 01.04.2026, 6.02 Uhr