Öffentliches Grillen kann richtig teuer werden. Seit Ende Juni hat die Stadt Bochum das Grillverbot deutlich verschärft. Es drohen hohe Bußgelder, auch für viele Griller an den Hotspots im Stadtgebiet.
Jeweils sechs Mitarbeitende des Ordnungsamtes haben zuletzt täglich am Ümminger See, den Ruhrwiesen, der Schmechtingwiese oder am Monte Schlacko kontrolliert. Das Ergebnis in mehr als 400 Fällen wurde illegal gegrillt.
Ansprache und Einsicht
Allerdings müssen nicht alle Griller ein Bußgeld zahlen. Nach Aussage eines Stadtsprechers setzen die Mitarbeitenden des Ordnungsamtes auf Ansprache. Das hat in gut 200 Fällen zur Einsicht geführt. In mehr als 200 weiteren Fällen wurden Verwarnungen ausgesprochen, ein Bußgeldverfahren wird folgen.
Graslandfeuerindex als Indikator
Hintergrund der Kontrollen ist die erhöhte Brandgefahr an heißen und trockenen Tagen, wie zuletzt im August. Bochum nutzt den Graslandfeuerindex des DWD. Liegt der bei Stufe drei, darf im Stadtgebiet nicht mehr auf öffentlichen Plätzen gegrillt werden.
Das scheinen viele Griller allerdings noch nicht gewusst zu haben. Die meisten Verwarnungen gab es genau aus diesem Grund. In anderen Fällen wurde zu nah an Bäumen und Gebüschen gegrillt oder auf Grünflächen, wo das Grillen ohnehin schon verboten ist. Der Bochumer Stadtsprecher wundert sich nicht über die vielen Verwarnungen, schließlich seien die Regeln noch neu und würden auch nicht in allen Städten gelten. Im Ruhrgebiet ist Bochum beispielsweise die einzige Stadt mit einem so strengen Grillverbot.
Empfindlich hohe Strafen
Wer sich in Bochum nicht an das verschärfte Grillverbot hält, muss zahlen. Es drohen Bußgelder bis zu 1.000 Euro, in der Nähe eines Waldes können es bis zu 25.000 Euro sein.
Unsere Quellen:
- Stadt Bochum
- Deutscher Wetterdienst
