Brand in Produktionshalle in Wetter | WDR aktuell
WDR. 00:37 Min.. Verfügbar bis 04.06.2028.
Eine große, schwarze Rauchwolke zog am Donnerstagvormittag über die A1 bei Wetter (Ruhr). Die Produktionshalle einer Firma für Beschichtungstechnik in einem Industriegebiet im Stadtteil Volmarstein war in Brand geraten. Weil die Sicht für die Autofahrer stark eingeschränkt war und eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte, hatte die Polizei die Autobahn zwischenzeitlich gesperrt. Kurz nach 11:30 Uhr hat sie die A1 dann wieder freigegeben.
Wegen der gefährlichen Lage, waren sämtliche Feuerwehren aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis vor Ort. "Das war von der Dimension her ein sehr, sehr, sehr großer Einsatz", sagt Marcel Schuh von der Feuerwehr im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Gefahr für Anwohner?
Zunächst war unklar, ob die Rauchwolke gefährliche Giftstoffe enthielt. Vorsorglich hatte der Kreis eine Warnmeldung über die NINA-Warnapp herausgegeben: Anwohner in der Umgebung sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Die betroffene Firma beschichtet mit verschiedenen Chemikalien Oberflächen, um sie beispielsweise gegen Korrosion zu schützen.
Die Feuerwehr hat mit Messfahrzeugen geprüft, ob sich Giftstoffe in der Luft befinden. Die Warnung konnte kurze Zeit später wieder aufgehoben werden.
Mitarbeiter mit ersten Löschversuchen
Als der Brand ausgebrochen war, hatten in der Produktionshalle vier Mitarbeiter der Firma gearbeitet, sagt die Feuerwehr. Mit Feuerlöschern sollen sie erfolglos versucht haben, den Brand zu löschen. Laut Feuerwehr ist dabei niemand verletzt worden. Das Technische Hilfswerk (THW) prüft jetzt, ob die Produktionshalle einsturzgefährdet ist.
Am Mittag musste die Feuerwehr außerdem zu einer zweiten Produktionshalle derselben Firma ausrücken, weil sich im Gebäude Rauch entwickelt hatte. "Wir haben aber keine Ursache dafür finden können", erklärt Feuerwehrsprecher Christian Arndt. Möglich sei, dass der Rauch durch eine Lüftungsanlage von der ersten in die zweite Produktionshalle der Firma gezogen ist.
Insgesamt hat die Feuerwehr elf Stunden lang gelöscht - bis etwa 21 Uhr. Zwei Einsatzkräfte wurden dabei leicht verletzt.
Unsere Quellen:
- Feuerwehr Ennepe-Ruhr-Kreis
- Reporter Alex Talash
- Firma Zeschky Galvanik
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 05.06.2026, 7:30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 04.06.2026, 16:00 Uhr