Castor-Transporte durch NRW: BUND legt Beschwerde ein
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Im Tauziehen um die Rechtmäßigkeit der geplanten Castortransporte von Jülich nach Ahaus legt die Umweltschutzorganisation BUND Beschwerde ein. Sie will erreichen, dass das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die geplanten LKW-Transporte noch verhindert.
Es geht um teils hochradioaktiven Atommüll vom Forschungsreaktor Jülich.
Die Organisation war in erster Instanz mit ihrem Eilantrag gescheitert. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte dem BUND abgesprochen, klageberechtigt zu sein. Das sieht der Verband anders. Er sagt außerdem, die Sicherheit der Castortransporte sei bislang nicht ausreichend überprüft worden.
Bürgerinitiative begrüßt Beschwerde
Menschen aus Aahaus machten ihrem Ärger in der Vergangheit immer wieder Luft
Die Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus" schöpft nun neuen Hoffnung. Sie fordert, dass die Bundes- sowie die Landesregierung NRW nun neu über das Thema Castor beraten sollen. Ohnehin stehe das Land im Wort, die Transporte nicht vor einer letztinstanzlichen Entscheidung rollen zu lassen.
Die Stadt Ahaus selbst hat mangels Aussicht auf Erfolg auf eine Klage gegen die geplanten Transporte von mehr als 150 Castorbehältern verzichtet. Sie unterstrich in dieser Woche aber nochmals ihre Forderung: Die Sicherheit der Bürger müsse gewährleistet und diese dürften auch nicht durch die Transporte beeinträchtigt werden.
Polizei ist auf Transporte vorbereitet
Das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus
Die Polizei Münster hat zwischenzeitlich erklärt, auf Castortransporte von Jülich nach Ahaus vorbereitet zu sein. Die Einsatzplanung sei weitgehend abgeschlossen und könne zeitnah umgesetzt werden. Die Behörde hat den Auftrag, die Transportroute abzusichern.
Das Bundesamt BASE hatte im vergangenen August den "sofortigen Vollzug" beantragt. Einen konkreten Termin für erste Fahrten haben die Behörden aber bis heute nicht genannt. Die Transportstrecke ist rund 170 Kilometer lang und führt auch über Autobahnen.
Weiteren Protest angekündigt
Das Atommüll-Zwischenlager in Ahaus
Unterdessen planen Anti-Atominitiativen und BUND gemeinsam weitere Protestaktionen. Beispielsweise wollen sie am 24. Januar hierfür auf einen Rastplatz an der A2 bei Bottrop ziehen. In welcher Form der Protest dort möglich ist, ist aktuell noch Teil von Gesprächen zwischen Polizei und Antragstellern.
Unsere Quellen:
- dpa
- BUND NRW
- Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus"
- Stadt Ahaus
Sendung: WDR 4, Lokalzeit, 15.01.2026, 13:30 Uhr