Stillstehende Rolltreppen an NRW-Bahnhöfen: Überprüfungen dauern an
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In NRW und anderswo in Deutschland mussten zahlreiche Rolltreppen an großen Bahnhöfen vorübergehend außer Betrieb genommen werden. Die Sicherheitschecks laufen. Der Grund: mögliche Defekte im Getriebe der Rolltreppen. Mutmaßlich kam es nicht nur zum plötzlichen Stillstand - eine Treppe soll auch plötzlich rückwärts gefahren sein.
Am Berliner Hauptbahnhof wurden die ersten Rolltreppen schon am Mittwoch außer Betrieb genommen. Nach Sicherheitsprüfungen durch den Hersteller und die Deutsche Bahn sind dort am Samstag die ersten Treppen wieder angelaufen.
Bis sich auch für Reisende in NRW die Wege beim Umstieg erleichtern, könnte es noch etwas dauern. Die Überprüfungen der meisten Anlagen seien noch nicht beendet, sagte ein Bahn-Sprecher am Samstagabend dem WDR.
Auch in NRW: Mehr Zeit beim Umstieg einplanen
Insgesamt sind bundesweit 130 Rolltreppen vorübergehend stillgelegt worden - unter anderem am Bahnhof Flughafen Köln/Bonn, in Frankfurt, Dresden, Essen, Hamburg und Düsseldorf. Wer eingeschränkt ist oder mit Gepäck reist, sollte daher mehr Zeit einplanen.
Rolltreppen an Bahnhöfen waren im Betrieb abrupt gestoppt
Grund für die vorübergehenden Stillegungen sind laut Bahn Probleme bei einem bestimmten Rolltreppen-Typ. Zwei Treppen dieses Typs seien mitten im Betrieb abrupt stehen geblieben, hieß es. Auch andere Rolltreppen dieses Typs würden nun auf "mögliche Defekte im Getriebe" überprüft.
Gesperrte Rolltreppen am Berliner Hauptbahnhof (20. Januar)
Die Defekte seien bereits am Sonntag (15. Februar) festgestellt worden, sagte Katja Hüske, Verantwortliche für die Personenbahnhöfe bei der Deutschen Bahn, nach Angaben des "Tagesspiegels".
Rolltreppe soll plötzlich rückwärts gefahren sein
Zu den Defekten gehören aber mutmaßlich nicht nur, dass Rolltreppen stehen blieben - es soll auch eine plötzlich rückwärts gefahren sein. Bei einem solchen Vorfall hatte sich am Sonntag am Berliner Hauptbahnhof offenbar eine Frau verletzt, die sich dann vor Ort an die Polizei wendete. Ein Sprecher der Bundespolizei in Berlin bestätigte dem WDR am Samstag, was sie bereits der "Bild" sagte:
"Eine Frau klagte über Knieschmerzen, weil sie an der rückwärtsfahrenden Rolltreppe hingefallen sei." Ein Sprecher der Bundespolizei in Berlin
Der Deutschen Bahn ist so ein Vorfall nicht bekannt, sagte der Sprecher des Unternehmens dem WDR.
Laut Hüske arbeite die Deutsche Bahn "eng im Schulterschluss mit dem Hersteller unter Hochdruck an den bereits laufenden und anstehenden Prüfungen".
Deutsche Bahn bedauert Unanehmlichkeiten für Reisende
Die Deutsche Bahn bedauert die Unannehmlichkeiten für die Reisenden, will aber vermeidbare Risiken ausschließen. Zusätzliche Mitarbeitende unterstützen Reisende in den betroffenen Bahnhöfen. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste können weiterhin die Aufzüge nutzen - die sollten für Betroffene freigehalten werden.
Unsere Quellen:
- Ein Sprecher der Deutschen Bahn auf WDR-Anfrage
- Ein Sprecher der Bundespolizei in Berlin auf WDR-Anfrage
- Pressemitteilung Deutsche Bahn
- Nachrichtenagenturen AFP und dpa
- Berichterstattung der "Bild"
Sendung: WDR.de, Probleme mit Rolltreppen an Bahnhöfen, 21.02.2026, 13.30 Uhr