Bahn startet Generalsanierung - Zentrale in Wuppertal steuert alles
03:01 Min.. Verfügbar bis 21.01.2028.
Bahn startet Generalsanierung - Zentrale in Wuppertal steuert alles
Stand:
Die Deutsche Bahn beginnt mit der Generalsanierung NRW: Fünf Monate lang wird an den Strecken und Bahnhöfen in Wuppertal und Umgebung gebaut, repariert und saniert. Heute wurde vorgestellt, wie und von wo aus alles koordiniert wird.
Bei einem Besuch im Logistikzentrum wird deutlich: Es ist ein großes Projekt, das die Bahn von Wuppertal aus koordinieren wird. Eingeladen war heute auch Oberbürgermeisterin Miriam Scherff. Sie sieht in der Sanierung eine wichtige Investition in die Zukunft des Bahnverkehrs: Die Verbindungen Richtung Köln und Hagen würden langfristig leistungsfähiger und zuverlässiger.
Scherff startet Bildungsoffensive
Gleichzeitig räumt sie ein, dass die monatelange Vollsperrung erhebliche Belastungen mit sich bringt. Pendler sowie Reisende müssten deutlich längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Der Schienenersatzverkehr (SEV) könne schnelle Zugverbindungen nicht ersetzen, sei aber zur Aufrechterhaltung des Betriebs notwendig.
Zentrum der Sperrung: Wuppertal
Projektleiter Arno Jäger
Wuppertal liegt genau in der Mitte der Sperrung. In einem Containerbau direkt an der Bahnlinie ist das Logistikzentrum untergebracht. Von dort aus werden die Baufahrzeuge überwacht. Jedes Fahrzeug soll mit einem GPS-Gerät ausgestattet werden, damit die Projektleitung jederzeit kontrollieren kann, wer wo an was arbeitet.
Aus der Theorie wird Anfang Februar Praxis
Dem Bahngelände in Wuppertal kommt eine zentrale Bedeutung zu, weil von hier aus Baumaterial auf kurzem Wege auf die Schiene gebracht werden kann, sagt Projektleiter Arno Jäger.
Zahlen und Fakten zur Generalsanierung
- Fünf Monate Bauzeit mit Vollsperrung
- Modernisierung von zwölf Bahnhöfen
- Neubau von rund vier Kilometern Schallschutz
- Erneuerung von 28 Weichen
- Sanierung von etwa 81 Kilometern Gleis
- Erneuerung der Oberleitung auf 29 Kilometern
Auswirkungen auf Regional- und Fernverkehr
Von der Sperrung betroffen sind RE 7, RB 48 und der Fernverkehr. Direkte Regionalexpressverbindungen entfallen und werden durch Busse ersetzt. Laut Fahrgastverbänden verlängern sich Reisezeiten teils auf das Doppelte oder mehr, mit zusätzlichen Umstiegen.
Im Fernverkehr werden die meisten ICE- und IC-Züge über das Ruhrgebiet oder Düsseldorf umgeleitet. Mehrere Direktverbindungen, etwa zwischen Köln bzw. Wuppertal und Berlin, entfallen oder verlängern sich um 20 bis 40 Minuten, Halte in Solingen und Wuppertal fallen nahezu vollständig weg.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Interview mit Wuppertaler Oberbürgermeisterin Miriam Scherff
- Deutsche Bahn
Sendung: WDR 2 Lokalzeit Bergisches Land, 21.01.2026, 12.31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 21.01.2026, 19.30 Uhr