Falschfahrende Radler: Polizei sprüht in Leverkusen
WDR. 02:31 Min.. Verfügbar bis 28.05.2028.
Rund um den Berliner Platz in Leverkusen-Opladen sprühen Tobias Scheibe von der Stadt Leverkusen und Polizeihauptkommissar Matthias Blasius das temporäre Piktogramm auf den Boden. Wer in die richtige Richtung fährt, bekommt einen Daumen nach oben, wer entgegengesetzt fährt, sieht den Daumen nach unten.
"Wir wollen damit die Radfahrerinnen und Radfahrer nochmal für die Verkehrsregeln hier sensibilisieren", erklärt Tobias Scheibe vom Fachbereich Mobilität und Klimaschutz. Bei Verkehrsbeobachtungen war aufgefallen, dass sich Radfahrer im Kreisverkehr am Berliner Platz oft nicht an die richtige Fahrtrichtung halten.
Autofahrende rechnen in der Regel nicht mit Radfahrenden aus der Gegenrichtung
Dadurch kann es schnell zu kritischen Situationen und Unfällen kommen. "Gerade an großen, komplexen und stark befahrenen Kreisverkehren wie dem Berliner Platz ist es wichtig, dass die geltenden Verkehrsregeln eingehalten werden, um ein sicheres Passieren des Kreisverkehrs für alle zu gewährleisten,“ heißt es von der Stadt Leverkusen.
Die Polizei Leverkusen kontrolliert am befahrenen Berliner Platz
Der Berliner Platz gilt als Unfallschwerpunkt. Am 30. Januar 2025 starb dort ein 11-jähriges Mädchen auf dem Weg zur Schule, als sie von einem Kleintransporter erfasst wurde. Stadt und Polizei sind seither bemüht, die Sicherheit dort für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
Scooter-Fahrer unterschätzen Gefahren im Straßenverkehr
Gerade wer mit E-Bike, Pedelec oder E-Scooter unterwegs ist, unterschätze häufig seine eigene Geschwindigkeit, so Polizeihauptkommissar Matthias Blasius.
"Bei Unfällen mit Radfahrern oder Fußgängern kommt es zu schwerwiegenden Verletzungsbildern." Matthias Blasius, Polizeihauptkommissar
Wenn Radfahrerinnen oder Radfahrer stürzen, könne das zu schweren Kopfverletzungen und Knochenbrüchen führen. Auch Fußgänger, die mit hoher Geschwindigkeit angefahren werden, könnten sich schwer verletzen.
Die Problematik des Falschfahrens ist an mehreren Stellen im Stadtgebiet beobachtet worden. Aus diesem Grund soll es in Zukunft häufiger solche Sicherheits-Aktionen geben.
Sendung: WDR 2 Rheinland, Lokalzeit aus Köln, 28.05.2026, 11.31 Uhr
