Kreis Euskirchen verbietet Wasserentnahme aus allen Gewässern
Lokalzeit aus Bonn. 07.08.2025. 00:46 Min.. Verfügbar bis 07.08.2027. WDR.
Die Kölner Bezirksregierung hatte bereits vergangene Woche ein Wasser-Entnahme-Verbot erteilt. Das gilt unter anderem für die Wupper, die Agger und die Sieg - aber auch für Erft und Rur im Kreis Euskirchen.
Die Kreisverwaltung hat nun dieses Verbot erweitert. Jetzt sind im Kreisgebiet Euskirchen auch alle kleineren Flüsse, Bäche und Seen tabu. Niemand darf daraus mit Pumpen seinen Garten oder gar ein Feld bewässern.
Niedrigwasser trotz Regens
Der Grund: Obwohl es an den vergangenen Tagen geregnet hat, sind die Pegelstände immer noch zu niedrig. Darunter leiden vor allem Fische, Amphibien, Insekten und Pflanzen, erklärt der Kreis Euskirchen. Besonders wenn es jetzt wieder sehr warm wird, können kleine Gewässer überhitzen.
Langfristige Schäden verhindern
Die Folge: Der Sauerstoffgehalt sinkt. Das habe schwerwiegende Folgen für die Ökosysteme, so die Kreisverwaltung. Sie befürchtet sogar langfristige Schäden für die Natur, wenn die Wasserstände noch weiter sinken.
"Mit der Allgemeinverfügung verfolgt der Kreis das Ziel, weitere ökologische Schäden zu verhindern und den Lebensraum vieler gefährdeter Arten zu erhalten", so ein Specher des Kreises Euskirchen.
Das Verbot gilt bis zum 30. September. Ausgenommen sind Landwirte, die ihr Vieh tränken müssen. Und wenn zum Beispiel ein Wanderer eine kleine Menge Wasser, zum Händewaschen oder trinken abschöpfen will, ist das auch erlaubt.
Unsere Quellen:
- Kreis Euskirchen
- Bezirksregierung Köln